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Startseite Deutschland & die WeltDatenschutzbeauftragte fordert besseren Schutz elektronischer Patientenakten
Deutschland & die Welt

Datenschutzbeauftragte fordert besseren Schutz elektronischer Patientenakten

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 13. Juli 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 13. Juli 2025
Arztpraxis / Foto: dts
20

Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Louisa Specht-Riemenschneider, fordert eine Verbesserung des Schutzes sensibler Gesundheitsdaten in der elektronischen Patientenakte. Sie bemängelt, dass die derzeitigen Einstellungen nicht ausreichend differenziert seien und warnt vor möglichen Sicherheitsrisiken. Specht-Riemenschneider verweist auf strengere Regelungen auf europäischer Ebene und rät dazu, vorausschauend zu handeln. Die Datenschutzbeauftragte äußert zudem Zweifel, ob sie die elektronische Patientenakte selbst nutzen wird.

Schutz sensibler Gesundheitsdaten im Fokus

Louisa Specht-Riemenschneider, Bundesbeauftragte für den Datenschutz, hat eine verbesserte Absicherung sensibler Gesundheitsdaten in der elektronischen Patientenakte gefordert. Gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe erklärte sie: „Die elektronische Patientenakte sieht vor, dass Versicherte einstellen können, auf welche Daten zugegriffen werden kann. Leider ist die Einstellung nicht so feingranular, wie wir uns das wünschen.“

Sie verwies auf die aktuelle Regulierung des europäischen Gesundheitsdatenraums. Die EU sehe eine feinere Einstellungsmöglichkeit vor, als dies in der deutschen Patientenakte der Fall sei. „Mein Rat an alle Verantwortlichen lautet, dem vorzugreifen, was europäisch geregelt wird“, appellierte sie laut Funke-Mediengruppe. „Sonst kann es passieren, dass technische Anpassungen später ganz schnell erfolgen müssen. Und das ist immer die schlechteste Lösung. Man sollte vorausschauend planen und dabei auf andere Länder in Europa schauen.“

Kritik an den aktuellen Einstellungsmöglichkeiten

Die Datenschutzbeauftragte erinnerte daran, dass auch in Deutschland ursprünglich eine dokumentengenaue Grundeinstellung vorgesehen gewesen sei. „Das wurde aber wieder ein Stück weit zurückgedreht“, kritisierte sie laut Funke-Mediengruppe. „Jetzt sollten die Versicherten am besten vor jedem Arztbesuch in der App festlegen, was sichtbar sein soll.“

Specht-Riemenschneider erwägt vor diesem Hintergrund, die elektronische Patientenakte persönlich gar nicht zu verwenden. „Ich schließe es zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus, die elektronische Patientenakte zu nutzen“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Ich werde mir ganz genau angucken, was mir meine Krankenkasse zur Verfügung stellt, wenn es so weit ist. Diese Entscheidung halte ich mir explizit offen.“

Sicherheitslücken und technische Risiken

Dass sensible Gesundheitsdaten in falsche Hände geraten könnten, schloss Specht-Riemenschneider ausdrücklich nicht aus. „Technik ist nie zu hundert Prozent sicher“, sagte sie laut Funke-Mediengruppe. „Die elektronische Patientenakte ist auf dem Stand der Technik, aber Missbrauch kann nie ausgeschlossen werden.“

Specht-Riemenschneider verwies zudem darauf, dass der Chaos Computer Club im vergangenen Dezember eine Sicherheitslücke aufgedeckt habe. „Täter von außen konnten mit einem Ausweis für Heilberufe und einem Kartenlesegerät an fremde Gesundheitsdaten gelangen“, erklärte sie. „Inzwischen ist es den zuständigen Stellen gelungen, mit Maßnahmen dafür zu sorgen, dass das Risiko für solche Angriffe sinkt.“

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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