# CSU-Politiker schlägt verpflichtendes Organspenderegister mit Zusatzbeitrag vor Datum: 22.01.2024 06:27 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/csu-politiker-schlaegt-verpflichtendes-organspenderegister-mit-zusatzbeitrag-vor-438764/ --- Der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger schlägt zur Steigerung der Organspendezahlen eine verpflichtende Eintragung der Bürger in das geplante Organspenderegister vor. Sollten Bürger dieser Pflicht nicht nachkommen, plädiert er für einen zusätzlichen Krankenkassenbeitrag als Anreiz. ## Pilsingers Vorschlag für ein verpflichtendes Organspenderegister Stephan Pilsinger, Gesundheitspolitiker der CSU, möchte die deutschen Bürger zur Eintragung ihrer Haltung zur Organspende in das geplante Organspenderegister verpflichten. In einem Brief an Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schlug er vor, dass Bürger, die dieser Verpflichtung nicht nachkämen, einen zusätzlichen Krankenkassenbeitrag von zehn Euro im Monat zu zahlen hätten. Pilsinger sieht in seinem Vorschlag eine Möglichkeit, „die Organspendezahlen deutlich zu steigern, indem die ideologischen Gegensätze zwischen Befürwortern und Gegnern der Widerspruchslösung überwunden und erneute zeitraubende Debatten vermieden würden“. ### Mögliche Angabe zur Entscheidungsunfähigkeit Laut Pilsinger sollte es neben der Zustimmung und Ablehnung einer Organspende auch die Option geben, sich zur Entscheidung nicht in der Lage zu sehen. „Es gibt Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage sind, in dieser Frage eine konkrete Entscheidung zu treffen“, sagte Pilsinger. ### Online-Registrierung und finanzieller Anreiz Der Eintrag ins Register könnte in Arztpraxen, Apotheken oder online erfolgen. Als weiteren Anreiz sieht Pilsinger einen zusätzlichen Beitrag, der zur Förderung der Organspende eingesetzt werden könnte. „Andernfalls wird es nicht gelingen, das Organspenderegister zeitnah ausreichend zu befüllen“, warnt der CSU-Politiker. ### Aktuelle Lage der Organspende in Deutschland Die Bereitschaft zur Organspende muss in Deutschland zu Lebzeiten ausdrücklich erklärt werden. Ein Versuch des damaligen Gesundheitsministers Jens Spahn (CDU) eine Widerspruchslösung einzuführen, scheiterte Anfang 2020 im Bundestag. Die Einführung des Organspenderegisters war das Ergebnis dieser Abstimmung. Derzeit stehen nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) rund 8.400 Schwerstkranke auf der Warteliste für eine Organspende. Dabei ist die Anzahl der Spenden 2022 stark gesunken und konnte auch im Folgejahr nur das Niveau vor der Corona-Pandemie erreichen. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 22. Januar 2024 06:27. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück