Deutschland & die Welt Chemnitzer Messerstecher konnte in den Niederlanden abtauchen

Chemnitzer Messerstecher konnte in den Niederlanden abtauchen

-


Foto: Tatort in Chemnitz, über dts

Chemnitz (dts) – Der mutmaßliche Chemnitzer Messerstecher Yousif A. konnte vor der Bluttat wochenlang in den Niederlanden untertauchen, weil die Ausländerbehörde in Sachsen ihn nicht abschob. Das schreibt dieses Wochenende die „Bild am Sonntag“. Laut des Berichts hatte der gebürtige Iraker 2015 beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen Asylantrag gestellt.

Weil die Behörden aber mittels Fingerabdrücken erkannten, dass bereits ein Verfahren in Bulgarien lief, lehnten sie den Bescheid nach den sogenannten Dublin-Regeln ab und ordneten die Abschiebung nach Bulgarien an. Einen Widerspruch Yousif A.s lehnte das Chemnitzer Verwaltungsgericht am 13. Mai 2016 ab. Nur sechs Tage später forderte das BAMF die zuständige Zentrale Ausländerbehörde in Chemnitz schriftlich auf, die Abschiebung von Yousif A. bis zum 13. November 2016 die Wege zu leiten. Ansonsten sei Deutschland für den Mann zuständig und das Asylverfahren müsse erneut beginnen. Auf das Schreiben reagierte die Ausländerbehörde offenbar nicht und trug laut des Berichts der „Bild am Sonntag“ Anfang Oktober in das Ausländerzentralregister ein, dass Yousif A. untergetaucht sei. Später stellte sich heraus, dass A. in die Niederlande geflüchtet war und dort ebenfalls einen Asylantrag gestellt hatte. Im Dezember kam Yousif A. nach Deutschland zu einer Anhörung im BAMF zurück. Erneut lehnte das BAMF Anfang März 2017 seinen Asyl-Antrag ab, doch dieses Mal hob ein Gericht im August den Bescheid auf. Bei zwei weiteren Anhörungen im November 2017 und August dieses Jahres kam fanden die Behörden heraus, dass die Ausweispapiere von Yousif A. gefälscht waren und lehnten den Bescheid am 29. August zum dritten Mal ab.



[the_ad_placement id="basic-banner-unten"]
dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

aktuell in Osnabrück

Kettenkarussell wieder abgebaut: Kein Kinderlachen mehr vor dem Rathaus

Vor dem Osnabrücker Rathaus sieht es wieder aus wie in der Niedersachsen-Sibirien: Nackte Pflastersteine vor einer (zugegeben) schönen Kulisse. Eine...

Osnabrücker Ferienpass-Start in luftiger Höhe

Hoch hinaus ging es zum Auftakt des Ferienpasses: 32 Mädchen und Jungen erkundeten die Baumwipfel im Kletterwald im Nettetal....




Kritik an Spahn wegen Überforderung der Gesundheitsämter

Foto: Gesundheitsamt, über dts Berlin (dts) - SPD, Grüne und Linke haben der Bundesregierung vorgeworfen, die Gesundheitsämter quer durch...

Umweltverbände empört über Laschet-Aussagen

Foto: Armin Laschet, über dts Düsseldorf (dts) - Umweltverbände haben mit scharfer Kritik und Empörung auf klimapolitische Aussagen des...

 

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion

Hasepost Zeitung für Osnabrück

Kostenfrei
Ansehen