Deutschland & die WeltCDU setzt Autobauer bei Nachrüstungen unter Druck

CDU setzt Autobauer bei Nachrüstungen unter Druck

-


Foto: VW-Logo, über dts

Berlin (dts) – Um Diesel-Fahrverbote abzuwenden setzt nun auch die CDU die Autobauer unter Druck. Das geht aus einem Brief der neuen Generalsekretärin an die Funktions- und Mandatsträger der Partei hervor, über den das „Handelsblatt“ berichtet. Zum einen erwartet Annegret Kramp-Karrenbauer, dass die Automobilhersteller „schnell die vereinbarte Softwarenachrüstung umsetzen“, wie es in dem Brief heißt.

„Darüber hinaus müssen sie mit eigenen Mittel den Umstieg der Autofahrer auf emissionsärmere Fahrzeuge in Form von höheren Prämien fördern.“ Ebenso sollen die Hersteller auch die Kosten tragen, sollte es zu Nachrüstungen der Fahrzeuge mit Abgasfiltern kommen. „Dort wo eine Nachrüstung der Hardware technisch möglich und für den Kunden die bessere Lösung ist, soll sie kostenfrei angeboten werden“, schreibt die Generalsekretärin. Ziel müsse es sein, Fahrverbote zu vermeiden und „den Ausbau emissionsärmerer Alternativen“ zu beschleunigen. Eine blaue Plakette lehnt die CDU ab. Dies sei „die Einführung eines Durchführungsinstrumentes für Fahrverbote“, schreibt Kramp-Karrenbauer. Die Generalsekretärin wirbt für einen „Zukunftspakt“, an dem sich die Kommunen und vor allem auch die Autoindustrie beteiligen sollen. Es gehe um den Umstieg der öffentlichen Hand auf emissionsärmere Alternativen, den Auf- und Ausbau von Infrastruktur für E- Mobilität und die „Digitalisierung für eine intelligentere Mobilität“. Bisher bieten die Autohersteller eine Umtauschprämie für Dieselautos, die von Hersteller zu Hersteller schwankt. Und es gibt die Software-Updates. So hatten sich die Hersteller beim ersten Dieselgipfel im August 2017 verpflichtet, mehr als fünf Millionen Fahrzeuge mit einem Softwareupdate zu optimieren. 2,5 Millionen davon sind von Volkswagen, die das Unternehmen aufgrund der Manipulationen, die vor mehr als zwei Jahren nachgewiesen wurden, ohnehin nachbessern muss. Im Bundesverkehrsministerium hieß es, inzwischen seien 92,3 Prozent dieser Fahrzeuge umgerüstet worden. Mit der Maßnahme würden die Emissionen wie von den Autoherstellern zugesagt um 25 bis 30 Prozent sinken. Weitere 2,84 Millionen Fahrzeuge wollten die Hersteller freiwillig umrüsten. Von ihnen sind laut Ministerium die Hälfte in der Umrüstung oder stünde „kurz davor“. Damit sind allerdings nicht einmal die Hälfte der zugesagten Fahrzeuge in der Werkstatt.

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

aktuell in Osnabrück

Tierische Inventur: Wie zählt der Zoo Osnabrück eigentlich Fische, Ameisen oder Korallen?

Inventur im Zoo: Katja Lammers (wissenschaftliche Mitarbeiterin im Zoo Osnabrück) zeigt, wie die Tierpfleger die Zebras zählen. /Foto: Ina...

Pressesprecherin des RKI spricht mit Osnabrücker Studierenden

16 Personen in 15 Video-Fenstern: Die Studierenden des Bachelors Kommunikationsmanagement am Campus Lingen der Hochschule Osnabrück freuten sich, zusammen...




Jannis Niewöhner: Für neuen Film drei Monate Englisch gebüffelt

Foto: Jannis Niewöhner, über dts Berlin (dts) - Schauspieler Jannis Niewöhner hat für den Film "München - Im Angesicht...

IG BAU kritisiert Personalmangel in Aufsichtsbehörden

Foto: Glasfassade an einem Bürohaus, über dts Berlin (dts) - Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat die Bundesländer für...

 

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion

Hasepost Zeitung für Osnabrück

Kostenfrei
Ansehen