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BSI-Präsident gegen Pauschalverurteilung von Huawei

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Foto: Smartphone von Huawei, über dts

Bonn (dts) – Der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, hat vor einer vorschnellen Kritik an der Verwendung chinesischer Bauteile in deutschen Netzen gewarnt. „Wenn allein politisches Vertrauen die Grundlage für Investitionsentscheidungen sein soll, dann zerstören wir die Arbeitsteilung, die wir in der Welt haben, die Grundlage unseres volkswirtschaftlichen Wohlstands“, sagte Schönbohm der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Mittwochsausgabe). Für eine Analyse der Manipulationsfähigkeit eines Bauteils sei es „vollkommen egal, ob das Bauteil aus China, aus Korea oder aus Schweden kommt“.


Würde man zu dem Schluss kommen, dass man etwa eine Antenne „nicht überprüfen und überwachen“ könne, „dann sollte man sie verbieten, egal woher sie kommt“, so der BSI-Präsident weiter. Das Thema Wirtschaftsspionage sei „kontrollierbar“, sagte Schönbohm. Er forderte, dass Deutschland auch die Fähigkeit haben sollte, auf Hackerangriffe aus dem Ausland mit Gegenangriffen zu reagieren. Als „eines der industrialisiertesten Länder der Welt“ brauche Deutschland diese Option. „Nur so können wir uns wirksam verteidigen“, so der BSI-Präsident. Im Allgemeinen sehe er in Deutschland aber eine Verbesserung der Sicherheitslage. Während in der Vergangenheit noch „ein Jugendlicher im Keller mit Basecap auf dem Kopf“ ganze Unternehmen hätte lahmlegen können, sei dies in der Gegenwart nur noch Hackern möglich, die sehr professionell vorgingen, sagte Schönbohm der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Ein noch in der Entwicklung befindliches Sicherheitskennzeichen des BSI soll Verbrauchern in Zukunft die Entscheidung erleichtern, welches Produkt den höchsten Sicherheitsstandards genügt.

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

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