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„Bremer Brücke ist legendär“: Genossenschaft sichert VfL-Stadionnamen

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Bremer Brücke, VfL Osnabrück / Foto: Dieter Reinhard

Ein kurzfristig anberaumter Medientermin hatte zuletzt für Spekulationen über die Zukunft des Namens der Heimspielstätte des VfL Osnabrück gesorgt, nun steht fest: Die „Bremer Brücke“ bleibt die „Bremer Brücke“!

Alle traditionsbewussten Fans des VfL Osnabrück können nun aber aufatmen: Das VfL-Stadion behält seinen Namen! „Der Name unseres Stadions ist ein Thema, das unsere Fans interessiert. Wir haben viele Fangruppen, denen der Name Bremer Brücke zurecht heilig ist“, erläutert VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz zur Klärung des Stadionnamens. Aber: Es gebe eben auch Stimmen, die nach einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation rufen, so Welling. Beiden Parteien wolle man in Zukunft gerecht werden.

Genossenschaft sichert Stadionnamen

„Unsere Einnahmesituation ist aktuell nicht so, dass wir zu den größten Clubs der dritten Liga zählen“, klärt Welling auf. Zur Verbesserung der finanziellen Situation habe man in den vergangenen zwölf Monaten allerdings etwas erarbeitet, dass Tradition und Kommerz verbinden soll. So wurde eine Genossenschaft unter dem Namen „Brückenpfeiler EG“ gegründet, mit der der VfL einen Markenlizenzvertrag zunächst über eine Laufzeit von drei Jahre abgeschlossen hat. Aktuell unterstützen bereits acht Unternehmen aus der Region die Genossenschaft als „Brückenpfeiler„. Dazu zählen: Die Wirth, Schmies und Partner mbB um Anwalt Dr. Christoph Bielak, die MUUUH! GmbH um Gründer und geschäftsführender Gesellschafter Jens Bormann, die metacrew Group um Gründer und CEO Tobias Eismann, die Walkenhorst Holding um Geschäftsführer und Inhaber Henry Walkenhorst, die Ost und Koch Unternehmensgruppe um den geschäftsführenden Gesellschafter Michael Koch, die AWIGO Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück GmbH um Geschäftsführer Christian Niehaves, VfL-Ärmelpartner JOPA um Geschäftsführer Ralf Spohn und Ehefrau Annette sowie die Solarlux GmbH um Geschäftsführer Stefan Holtgreife. Künftig soll es bis zu 20 “Brückenpfeiler“ geben.

"Brückenpfeiler"
Die acht „Brückenpfeiler“ mit dem VfL-Präsidium um Präsident Holger Elixmann (links) sowie VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling (rechts). / Foto: Marc Niemeyer

„Viele Ideen für Projekte in der Region“

Welling erläutert die Zusammenarbeit: „Die Genossinnen und Genossen können den Namen der Bremer Brücke künftig nutzen, um die eigene Marke zu positionieren, und im Gegenzug dem VfL und der gesamten Region etwas Gutes tun.“ Ziel sei es, mit den Geldern der Genossenschaft Einnahmen, welche der VfL im Zuge einer Namenrechtsvermarktung der Bremer Brücke generiert hätte, zu kompensieren. Gemeinsam mit dem Verein werde man nun gemeinwohlorientierte Projekte erarbeiten, die dem VfL und der gesamten Region dienen sollen, erläutern die „Brückenpfeiler“ Michael Koch und Tobias Eismann. „Wir haben viele Ideen für Projekte in der Region, um in Zukunft noch etwas näher zusammenzurücken als wir es an den Brückentagen sowieso immer tun“, führt Eismann aus.

Zuletzt hatte VfL-Geschäftsführer Welling in einem vereinsinternen Interview bereits erklärt, dass dem VfL ohne einer Vermarktung des Stadionnamens eine mittlere bis hohe sechsstellige Summe fehle. Ohne Zahlen zu nennen, gab Welling nun an, dass der VfL bereits mit den vorhandenen acht “Brückenpfeilern“ dem Drittvergleich in der Liga standhalte. Mit weiteren Partnern könne man weitere Einnahmen erzielen, die nicht nur dem VfL zugute kämen. Welling dazu: „Wir wollen bereits bestehende Maßnahmen weiterführen, aber auch eigene soziale Projekte für Stadt und Region, insbesondere im Hinblick auf Gesundheit und Bildung, umsetzen.“ Ein Vorgeschmack sei die Aktion „Gaming for Good“ gewesen.

„Bremer Brücke ist legendär“

Froh sind alle Beteiligten darüber, dass das Heimstadion des VfL auch künftig den Namen „Bremer Brücke“ trage. „Die Bremer Brücke ist legendär. Was wir hier alles erlebt haben: Gemeinsam haben wir Aufstiege gefeiert, zuletzt mussten wir einen unnötigen Abstieg hinnehmen, den Fans gemeinsam beweint haben. Der Name dieser Kultstätte muss erhalten bleiben, das ist uns gelungen“, sagt Koch, der optimistisch ausführt: „Der erste Spatenstich war 1931. Ich denke, dass wir 100 Jahre später im Jahr 2031 zeigen werden, dass wir hier auch Bundesliga spielen könnten.“

Soweit will VfL-Geschäftsführer Welling noch nicht in die Zukunft blicken, aber: „Wir machen uns auf einen neuen Weg in die Zukunft und sind uns sicher, dass es die VfL-Fans freut, dass die Bremer Brücke die Bremer Brücke bleibt!“

Maurice Guss
Maurice Guss
Maurice Guss ist seit dem Herbst 2019, erst als Praktikant und inzwischen als fester Mitarbeiter, für die Redaktion der HASEPOST unterwegs.
 

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