Deutschland & die Welt Breitband bis 2021? Osnabrück auf gutem Weg

Breitband bis 2021? Osnabrück auf gutem Weg

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Die Bundesregierung möchte den Breitbandausbau mit ihrem bestehenden Bundesförderungsprogramm auch weiterhin vorantreiben um eine flächendeckende Verfügbarkeit von Gigabit-fähiger Infrastruktur zu Erreichen. Geplant ist es noch vor dem Jahr 2022 alle weißen Flecken auf der Deutschlandkarte zu schließen. Bislang hat dieses für die deutsche Wirtschaft extrem wichtige Projekt bereits Milliarden gekostet. Seit etwa einem Jahr will die Bundesregierung den Ausbau beschleunigen um im internationalen Vergleich in Bezug auf die Netzinfrastruktur aufzuholen. Innerhalb der einzelnen Bundesländer und gemeinden verläuft der Ausbau höchst unterschiedlich.

Standortfaktor für Unternehmen

Notwendig wird die Versorgung mit schnellem Internet aus zahlreichen Gründen. Media-Streaming, Cloud-Dienste, IP-Videotelefonie und Co. können heute in den meisten Fällen nur noch über eine schnelle Internetverbindung stattfinden. Die Größe der übertragenen Daten hat in den letzten Jahren durch immer höher auflösende Qualitäten stetig zugenommen. Nicht nur Privatpersonen, auch Unternehmen sind zunehmen d auf schnelles Internet angewiesen um auf bestimmte Dienste (etwa Softwrae-as-a-Service) zuzugreifen. Auch für die Kommunikationsabläufe mit Kunden und Geschäftspartner muss ein schnelles Unternehmensnetz zur Verfügung stehen. Breitbandverfügbarkeit ist somit ein entscheidender Standortfaktor für Unternehmen.

65 Millionen Euro von Bund und Land

In Osnabrück ist der Ausbau der Breitbandverfügbarkeit auf einem guten Weg, so startete laut DSLregional der Breitbandausbau in Osnabrück im September 2019. Anders als andere Landkreise in Niedersachsen hat Osnabrück bereits den dritten Förderbescheid vom Bund erhalten und kann so auf 30 Millionen Euro zusätzlich zurückgreifen. Mit den schon vom Land Niedersachsen in Aussicht gestellten 6,7 Millionen Euro stehen somit insgesamt 65 Millionen Euro zur den Ausbau des Glasfasernetzes zur Verfügung. Mit dieser Summe lassen sich in der Theorie ca. 700 Kilometer neue Leitungen errichten. Insgesamt sollen über 3.800 Adressen mit einem Direktanschluss versorgt werden, neben zahlreichen Privathaushalten fallen darunter auch 42 Gewerbegebiete. Alle von den Ausbaumaßnahmen betroffenen Adressen sind bereits von der Stadt mit einem entsprechenden Schreiben informiert worden. Bislang sind noch immer mehr als 600 Adressen unterversorgt, können also nicht auf hohe Verbindungsgeschwindigkeiten von mindestens 30 MBit/s zugreifen. Der Ausbau der derzeitigen Ausbaustufe soll im Jahr 2021 abgeschlossen sein.

Leichte Verzögerungen sind wahrscheinlich

Experten zweifeln allerdings an der Fertigstellung bis 2021. Die ursprünglich vom Bund vorgegebene Zeitvorgabe Ende 2018 wurde bereits verfehlt. Grund dafür waren unter anderem bürokratische Hürden. Da Aufträge heute europaweit ausgeschrieben werden müssen, musste der Landkreis nach dem Erhalt des ersten Förderbescheids ein Jahr lang warten, bis überhaupt mit dem Ausbau begonnen werden konnte. Dennoch lässt sich gerade in Osnabrück ein stetiger Fortschritt erkennen, nach und nach werden einzelne Landkreise an das Glasfasernetz angeschlossen. Angesichts der zahllosen Verzögerungen in der Vergangenheit ist es ein wichtiges Signal, dass der Ausbau in Osnabrück voranschreitet und ein absehbares Ende in naher Ferne liegt. Ob die komplette Fertigstellung dann 2021 oder 2022 vollendet ist, spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

Redaktion Hasepost
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