Brasiliens Ex-Präsident Jair Bolsonaro ist vom Obersten Gericht des Landes wegen Putschversuchs zu 27 Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Grundlage sind die Ereignisse vom 8. Januar 2023, als Unterstützer Bolsonaros die Regierungszentralen in Brasilia stürmten, mutmaßlich um einen Militärputsch zu provozieren.
Urteil und Schuldsprüche
Das Urteil gegen den 70-Jährigen fiel am Donnerstag, nachdem die Richter Bolsonaro mit 4 zu 1 Stimmen wegen bewaffneter krimineller Vereinigung, versuchter gewaltsamer Abschaffung des demokratischen Rechtsstaats, Staatsstreich, Sachbeschädigung durch Gewalt und schwerer Bedrohung sowie Sachbeschädigung für schuldig befunden hatten. Dabei ging es im Wesentlichen um den Vorfall am 8. Januar 2023, als Unterstützer Bolsonaros die Regierungszentralen in Brasilia gestürmt hatten, mutmaßlich um einen Militärputsch zu provozieren.
Weitere Angeklagte
Neben Bolsonaro waren sieben weitere Personen angeklagt, darunter ehemaliger Direktor des brasilianischen Geheimdienstes Alexandre Ramagem, ehemaliger Justizminister Anderson Torres und ehemaliger Verteidigungsminister Paulo Sérgio Nogueira.
Politischer Hintergrund
Bolsonaro war von Januar 2019 bis Dezember 2022 Präsident von Brasilien. Vor seinem Abgang unterlag er in der Präsidentschaftswahl nur knapp dem früheren und jetzigen Präsidenten Lula da Silva. Der hatte seinerseits nach seiner ersten Amtszeit über ein Jahr im Gefängnis gesessen, auch noch als Bolsonaro Präsident wurde.
Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, .