Deutschland & die WeltBosbach führt BAMF-Pannen auf Willkommenskultur zurück

Bosbach führt BAMF-Pannen auf Willkommenskultur zurück

-


Foto: Wolfgang Bosbach, über dts

Berlin (dts) – Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gegen Kritik in Schutz genommen und für Unregelmäßigkeiten in der Behörde die deutsche „Willkommenskultur“ in der Hochzeit der Flüchtlingskrise verantwortlich gemacht. „Ich kann mich nur wundern, dass jetzt, im Frühjahr 2018, über Probleme, Pannen und Versäumnisse diskutiert wird, die schon im Herbst 2015 zu erwarten waren“, sagte der frühere Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). „Damals war allerdings Willkommenskultur angesagt und wer Bedenken geäußert hat, fand sich schnell in der rechten Ecke wieder.“

Fakt sei, so Bosbach weiter, dass Deutschland von März bis Dezember 2015 mehr Flüchtlinge aufgenommen habe, als in den zehn Jahren davor zusammen. „Darauf war das BAMF weder personell noch organisatorisch vorbereitet. Und das lag nun wirklich nicht in der Verantwortung des Amtes“, so der CDU-Politiker. Die Entscheider des BAMF hätten eine „schwere, verantwortungsvolle Aufgabe“. Sie bräuchten für richtige Entscheidungen viel Erfahrung und einschlägige juristische Kompetenz. Um den „Berg von Anträgen“ abzuarbeiten, hätten daher nicht nur ehemalige Entscheider reaktiviert, sondern auch neue eingearbeitet werden müssen. „Erfahrung und Spezialkenntnisse erwirbt man aber nicht im Hauruckverfahren“, gab der CDU-Politiker zu bedenken. So sei das Vieraugenprinzip bei Asyl-Entscheidungen „viel zu spät konsequent angewandt“ worden. „Vergleichbare Probleme gab und gibt es auch bei den Sprach- und Integrationskursen“, fügte Bosbach hinzu. Für derartige Erkenntnisse hätte man auch nicht die Unternehmensberatung McKinsey gebraucht. „Da hätte jedes erfahrene Mitglied des Innenausschusses helfen können“, sagte Bosbach weiter. „Deren Meinung war jedoch nicht gefragt.“ Als „interessant“ bezeichnete der CDU-Politiker die „auffallende Zurückhaltung“ der Linken und der Grünen beim Thema Untersuchungsausschuss. „Die rufen doch sonst immer sehr schnell Skandal und rückhaltlose Aufklärung“, so Bosbach. „Aber beim Asylrecht und der Asylpraxis soll wohl nicht zu genau hingesehen werden.“

dts Nachrichtenagentur
Ein Artikel der Nachrichtenagentur dts.

aktuell in Osnabrück

HASEPOST: Uns findet man auch bei Instagram und TikTok

Die HASEPOST ist jetzt auch bei Instagram und TikTok aktiv Das volle Angebot der HASEPOST können unsere Leserinnen und Leser...

Westnetz GmbH erneuert Hochspannungsleitungen in Stadt und Landkreis Osnabrück

Am Ickerweg müssen die Bäume gefällt werden, um die neue 110kV-Hochspannungsleitung errichten zu können. Die Arbeiten führt der Verteilnetzbetreiber...




Özdemir: EU muss weiter für Freilassung Kavalas kämpfen

Foto: Cem Özdemir, über dts Berlin (dts) - Der Grünen-Politiker Cem Özdemir hat die westliche Gemeinschaft dazu aufgerufen, sich...

Grüne wollen kurzfristige Energiekosten-Hilfen für Geringverdiener

Foto: Stromzähler, über dts Berlin (dts) - Die Grünen fordern eine schnelle staatliche Unterstützung für Geringverdiener bei der Bewältigung...

 

Diese Artikel gefallen Ihnen sicher auch ...Lesenswert!
Empfohlen von der Redaktion

Hasepost Zeitung für Osnabrück

Kostenfrei
Ansehen