Foto: ICE, über dts

Wenn am Sonntag (7. Mai 2017) mehr als 50.000 Menschen in Hannover ihre Wohnungen räumen, wird dies als größte Evakuierungsmaßnahme der Landeshauptstadt in die Nachkriegsgeschichte eingehen.
Für Bahnkunden aus Osnabrück wird eine Fahrt in Richtung Osten dann zur Odyssee.

Damit an insgesamt fünf Verdachtsstellen in der hannoverschen Nordstadt geräumt und entschärft werden kann, beginnt die Evakuierungsmaßnahme um 9 Uhr am Sonntagmorgen.

Da die Vahrenwalder Straße, eine der Hauptverkehrsachsen der Landeshauptstadt betroffen ist, kann die Bombenräumung auch auf den Autobahnen rund um Hannover zu zusätzlichem Verkehrsaufkommen führen.
Vor allem aber ist der Bahnverkehr auf der Nord-Süd-Achse Hamburg/Bremen – München/Frankfurt und der Relation Amsterdam/Osnabrück – Berlin/Leipzig betroffen.

Ab 14 Uhr geht es für Bahnkunden nur per Umstieg in die Straßenbahn nach Hannover

Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass die Sondierungsarbeiten am Sonntagmittag um 14 Uhr beginnen, und damit die teils massiven Beeinträchtigungen des Fernverkehrs.

Die IC-Linie 77 (Berlin – Hannover – Amsterdam) hält dann mehr nicht in Hannover Hbf. Ersatzhalte sind in Wunstorf und Lehrte vorgesehen. Reisende aus und in Richtung Westen von und nach Hannover Hbf sollen ab und bis Wunstorf in die S-Bahn oder Regionalexpress von nach Hannover-Leinhausen umsteigen und von dort die Strassenbahn in die Innenstadt bzw. zum Hauptbahnhof.
Ob und wie Umsteigeverbindungen erreicht werden können, wird schwierig vorhersehbar sein. Alle aktuellen Infos für den Fernverkehr veröffentlicht die Bahn online. Das Ende der Bombenräumung wird für den Sonntagabend erwartet, kann aber nicht genau festgelegt werden.

 

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