# Bombenräumung im Lokviertel: Diskussion um Krankentransporte – Feuerwehr nimmt Stellung Datum: 25.04.2025 11:47 Kategorie: Aktuell URL: https://www.hasepost.de/bombenraeumung-im-lokviertel-diskussion-um-krankentransporte-feuerwehr-nimmt-stellung-591457/ --- Die Bombenräumung am 6. April im Osnabrücker Lokviertel verlief insgesamt erfolgreich: Zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg konnten entschärft, eine weitere Bombe musste kontrolliert gesprengt werden. Doch in den Tagen nach der Evakuierung wurden Stimmen laut – vor allem aus dem Kreis gesundheitlich eingeschränkter Anwohnerinnen und Anwohner. Der Vorwurf: Krankentransporte seien nicht rechtzeitig erschienen oder gar ausgeblieben. Einige Betroffene sollen sich eigenständig zum Evakuierungszentrum begeben haben. ## Vergessene Krankentransporte sind ein Missverständnis Am Freitag (25. April) äußerte sich die Feuerwehr Osnabrück via Facebook zu diesen Vorwürfen und lieferte eine nachvollziehbare Erklärung. Demnach sei die Frage nach angeblich vergessenen Krankentransporten ein häufiges Missverständnis. „Wenn es zum Beispiel 100 angemeldete Krankentransporte gibt, dann können diese natürlich nicht alle gleichzeitig zum Beginn der Räumung abgeholt werden“, heißt es von der Feuerwehr. Man verfüge schlicht nicht über 100 verfügbare Krankenwagen auf einmal. Die Abholungen erfolgen daher gestaffelt – ab Beginn der Evakuierung gegen 6.30 Uhr bis zu dem Zeitpunkt, an dem alle Personen den Sperrbereich verlassen haben. Dieser Zeitraum könne drei bis vier Stunden dauern. ### Künftig bessere Kommunikation angekündigt Man wolle künftig besser kommunizieren, dass Geduld notwendig sei – und dass nicht alle Transporte um Punkt 6.30 Uhr erfolgen können. „Wenn der Krankenwagen dann erst um 10:00 Uhr kommt, ist das kein Versäumnis, sondern Teil der gestaffelten Planung“, so die Feuerwehr. Problematisch sei vor allem, wenn sich Menschen eigenständig auf den Weg machten. „So gab es letztes Mal zehn Fehlfahrten – die Krankenwagen standen vor verschlossenen Türen. Diese Kapazitäten fehlen dann an anderer Stelle.“ Auch bei der Rückfahrt nach der Entschärfung sei Geduld gefragt: Je nach Pflegebedarf werde priorisiert. Wer etwa lediglich einen Rollstuhltransport benötige, müsse nach dem Ende der Maßnahme unter Umständen noch bis zu zwei Stunden warten. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück