# Blumengeschäfte in Osnabrück: Was die Gewerkschaft für Floristinnen fordert Datum: 30.05.2025 07:00 Kategorie: Aktuell URL: https://www.hasepost.de/blumengeschaefte-in-osnabrueck-was-die-gewerkschaft-fuer-floristinnen-fordert-601024/ --- Ihr Job ist kreativ, aber hart: In Osnabrück arbeiten mehr als 80 Beschäftigte in der Floristik-Branche. „Die Jobs in den Blumenläden sind überwiegend in Frauenhand. Floristinnen binden Blumensträuße und Kränze, machen Gestecke und Brautschmuck. Sie dekorieren Schaufenster, Verkaufsräume und Hotel-Foyers“, sagt Friedrich Pfohl von der IG Bauen-Agrar-Umwelt. Für den Bezirksvorsitzenden der Floristen-Gewerkschaft IG BAU Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim ist klar: „Floristinnen machen einen harten Job. Viele haben eine lange Arbeitswoche: Sie stehen sechs Tage am Stück im Laden. Wenn es dazu nur 24 Tage Urlaub im Jahr gibt, dann kann man getrost von einem ‚Auspower-Job‘ sprechen“, so Friedrich Pfohl. ### Forderung: Fünf-Tage-Woche und mehr Urlaub Die IG BAU Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim fordert deshalb die Fünf-Tage-Woche und 32 Tage Jahresurlaub für die Floristik-Branche. „Außerdem muss bei den Überstunden etwas passieren: Wer länger arbeitet, der muss sich darauf verlassen können, dass es dafür auch Zuschläge gibt. Das ist noch längst nicht überall der Fall“, sagt der Vorsitzende der IG BAU Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Über diese Punkte will die Gewerkschaft jetzt mit dem Fachverband Deutscher Floristen (FDF) verhandeln und einen Tarifvertrag abschließen. ### Mehr als ein grüner Daumen Dabei verweist die Floristen-Gewerkschaft auf das Arbeitspensum, das die Beschäftigten haben: „Von der Taufe über die Hochzeit bis zur Beerdigung – Floristinnen setzen mit ihrer professionellen Arbeit Akzente bei großen Ereignissen und in wichtigen Momenten des Lebens. Sie machen – gerade an Feiertagen – einen richtigen Stress-Job“, sagt Friedrich Pfohl. Handwerkliches Geschick und Know-how seien für den Beruf notwendig. „Aber es steckt auch noch mehr dahinter: Warenbedarf, Einkauf, Preiskalkulation, … – Eine Floristin braucht deutlich mehr als nur einen grünen Daumen“, so Pfohl. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück