Nach der Stadt Osnabrück testet nun auch der Landkreis einen Blitzanhänger. Optisch erinnert das Gerät ein wenig an einen Kabinenroller aus den 50er Jahren oder ein Tret-Dreirad mit Vollverkleidung – aber, das Gerät hat einen coolen Namen: „Enforcement Trailer“.

Landkreis will Anhänger auch vor Schulen aufstellen

Erprobt wird der in den kommenden zwei Monaten, so der Landkreis Osnabrück in einer am Dienstag verbreiteten Erklärung. Während dieser Zeit soll der Blitzanhänger auf seine Einsatzfähigkeit im Kreisgebiet getestet werden. Die neue Technik könnte die bisherigen Geschwindigkeitskontrollen ergänzen.

„Die Technik wird in den kommenden Wochen an Unfallschwerpunkten oder an Straßen mit Kindergärten und Schulen zum Einsatz kommen. Wir testen intensiv, ob der Blitzanhänger zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr im Kreisgebiet beitragen kann“, betont Kreisrat Winfried Wilkens.

Aufstellorte werden vorab bekanntgegeben

Die Anlagen erfassen die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos per Lasertechnik. Die Anlage wird derzeit an unterschiedliche Messstellen im Kreisgebiet, die im Vorfeld bekannt gegeben werden, getestet. Die Anlage ist gegen Diebstahl gesichert. Dazu beugt ein Alarmsystem Sabotagen und Verschieben der Anlage vor. Der Vorteil gegenüber den Pkw: Nach dem Ausrichten und Einstellen der Technik muss während der Kontrollen kein Personal vor Ort sein.

Zum Thema: Warum im Landkreis die Blitzer-Standorte vorab bekanntgegeben werden

Derzeit stehen verschiedene Aspekte der Praxistauglichkeit im Mittelpunkt, so der Landkreis. Dazu gehören etwa Qualität der Datenübermittlung und Bilder oder die Rangierfähigkeit an den Messstellen

Das Titelbild zeigt einen der ersten Einsätze: Der neue Blitzanhänger wurde an der Holdorfer Straße in Gehrde getestet. Dort hatte es erst im Januar einen tödlichen Verkehrsunfall gegeben.

Foto: Landkreis Osnabrück/Henning Müller-Detert