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Bittere 2:3 Niederlage für den VfL Osnabrück: Schlusslicht Würzburger Kickers siegt an der Bremer Brücke

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Nach dem starken Sieg gegen den seinerzeitigen Tabellenführer Holstein Kiel am Montag, begrüßte der VfL an diesem Samstag das Tabellenschlusslicht Würzburger Kickers. Doch was ein einfacher Sieg hätte werden können, wurde zu einer Fortsetzung der Heimspielschwäche der Lila-Weißen.

Ein Spielbericht von Hermann Schmidt

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Mit schwerem Gepäck waren die Würzburger Kickers nach Osnabrück angereist. Seit Monaten sind sie Träger der roten Laterne in Liga 2. Auf fremden Plätzen blieb der Aufsteiger bisher in 14 Spielen punktlos. Das letzte Heimspiel gegen den FC St. Pauli, unmittelbarer Tabellennachbar im Bundesliga-Unterhaus, endete 1:1, obwohl das Millerntor-Team über 45 Minuten mit 10 Mann auskommen musste.

Lediglich fünf Punkte konnten die Rothosen vom Main im Verlauf der bisherigen Saison auf ihrem Konto verbuchen. Mit Trainer Bernhard Trares bemüht sich bereits der dritte Trainer in der laufenden Saison, den drohenden Abstieg der Würzburger Kickers zu verhindern. Das Sagen an der „Flyeralarm-Arena“ hat seit genau einem Jahr „Altmeister“ Felix Magath. Und der hat in den letzten Tagen und Wochen auf dem Transfermarkt noch einmal kräftig zugeschlagen. Das blieb heute auf dem gut bespielbaren Rasen an der Bremer Brücke nicht verborgen.

Aufgrund des überzeugenden Sieges beim bisherigen Tabellenführer Holstein Kiel hätte der VfL Osnabrück mit breiter Brust in das Spiel gegen den Tabellenletzten gehen können. Daran änderten auch die zuletzt verlorenen drei Heimspiele nichts. In der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die Würzburger Kickers gab sich VfL- Trainer Marco Grote gewohnt gelassen, warnte aber davor, den vermeintlich schwächeren Gegner zu unterschätzen. Außer den Langzeitverletzten standen ihm alle Spieler des Kaders zur Verfügung.

Alles sprach für einen Sieg der Lila-Weißen. Doch wie so oft im Fußball kam alles ganz anders.

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Würzburger Kickers beginnen mit einem Sturmlauf

Die in knalligem Gelb angetretenen Würzburger begannen das Spiel forsch und frech. Gleich in der 2. Minute knallte ein Pfostenschuss der Kickers an den rechten VfL Pfosten. Allerdings hatte Kickers-Stürmer Kopacz dabei deutlich im Abseits gestanden. Zwei Minuten später scheiterten die Gäste erneut mit einem Schuss auf das Gehäuse der Lila- Weißen. Danach gelang es dem VfL Ruhe ins Spiel zu bringen. Fünfzehn Minuten waren gespielt, als die Lila-Weißen zum ersten Eckball kamen. Der von Sebastian Kerk ausgeführte Eckstoß brachte Gäste- Torwart Bonmann zwar in Bedrängnis, aber keinen zählbaren Torerfolg für den VfL. Bis zur 20. Minute verlief das körperbetonte Spiel beider Mannschaften ausgeglichen. Kickers Neuzugang Strohdieck, vom SC Paderborn gekommen, stabilisierte in der Würzburger Viererkette die Abwehr der Gäste.

Sebastian Kerk kann Frank Ronstadt von den Würzburger Kickers nicht aufhalten, Foto: imago images / foto2press
Sebastian Kerk kann Frank Ronstadt von den Würzburger Kickers hier nicht aufhalten, Foto: imago images / foto2press

Dennoch gelang Sebastian Kerk in der 23. Minute erneut ein gefährlicher hereinfliegender Eckball, den Bonmann gerade noch über das Tor lenken konnte.

Osnabrück übernimmt das Ruder

Nach einer halben Stunde zog sich Würzberg mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück. Der VFL suchte nun verstärkt mit langen Bällen den Weg zu Sechzehner und Tor der Gäste. Gefährlich wurde es vor allem dann, wenn die Offensivkräfte des VfL es mit Dribblings über die Flügel versuchten. Bei den Lila-Weißen überzeugte in dieser Phase des Spiels, neben den gewohnt starken Niklas Schmidt und Sebastian Kerk, Kevin Wolze im Aufbauspiel.

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In der 41. Minute fiel dann auch das erwartete 1:0 für den VfL: Etienne Amenyido passte von rechts an die Strafraumgrenze, wo Niklas Schmidt und Sebastian Kerk die Kugel aufnahmen, sich den Ball mit dem Kabinettstückchen eines zweifachen Doppelpasses auf kurzer Distanz zuspielten, und Sebastian Kerk mit Flachschuss ins linke Toreck abschloss. Wer nun eine Intensivierung der Osnabrücker Offensivbemühungen für die zweiten 45 Minuten erwartete, sollte sich getäuscht sehen.

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Zunächst scheiterte Niklas Schmidt unmittelbar nach der Halbzeit am Keeper der Gäste, nachdem er drei Gegenspieler stehengelassen hatte. In der 53. Minute versuchte er es erneut mit einem Kopfball, vergeblich.

Würzburger Kickers holen zum Gegenschlag aus

Danach verflachte das Spiel des VfL zusehends. In der 58. Minute wechselte Würzburgs Trainer Trares mit Ronstadt und Meisel zwei neue Kräfte ein. Wie aus dem Nichts und ohne, dass sich die Spielanteile entscheidend verändert hätten, fiel dann überraschend der 1:1 Ausgleich für das Schlusslicht: Nach Flanke von rechts schob Marvin Pieringer, Anfang Januar vom Freiburger SC zu den Kickers gekommen, in der 66. Minute den Ball an VfL-Torwart Kühn vorbei ins Netz. Doch es sollte noch schlimmer kommen.

Wenige Sekunden später hat Marvin Pieringer die Würzburger Kickers an Lukas Gugganig und Philipp Kühn vorbei zum 1:1 Ausgleich geschossen, Foto: imago images / foto2press
Wenige Sekunden später hat Marvin Pieringer die Würzburger Kickers an Lukas Gugganig und Philipp Kühn vorbei zum 1:1 Ausgleich geschossen, Foto: imago images / foto2press

Nicht einmal zehn Minuten später sprintete der eingewechselte Würzburger Meisel pfeilschnell auf dem linken Flügel auf und davon, nahm VfL- Spieler Lukas Gugganig auf 20 m fünf Meter ab und flankte in den Strafraum, wo erneut Pieringer seelenruhig zum 1:2 einschob (75. Minute).

Dem nicht genug:  In der 79. Minute ein langer Pass aus der Würzburger Abwehr, von Stürmer Kopecz erlaufen, brachte die 3:1 Führung für die Gäste. Damit war die Überraschung perfekt. Die nun von Trainer Grote vollzogenen Wechsel brachten trotz des sich anschließenden Sturmlaufs des VfL keine entscheidende Wende. Lediglich in der 86. Minute erzielte Luc Ihorst per Kopf auf Flanke von Marc Heider den Anschlusstreffer zum 2:3.

Nach 90 plus 5 Nachspielminuten pfiff der insgesamt souverän leitende Schiedsrichter Siewer das Spiel ab.

Der Kampf geht weiter

Die heutige bittere Niederlage der Lila-Weißen unterstreicht die Leistungsdichte in der 2. Bundesliga. Wer vor wenigen Tagen in überzeugender Manier den Spitzenreiter stürzte, kann dennoch gegen den vermeintlichen Abstiegskandidaten Nummer 1 verlieren. Infolge der offensichtlich geglückten Wechseltransfers der letzten Tage, könnte der Tabellenletzte der 2. Liga in den nächsten Wochen noch einmal Anschluss an die vor ihm stehenden Konkurrenten finden.

Für den VfL Osnabrück ist die Niederlage dennoch kein Beinbruch. Zunächst rangieren die Lila-Weißen nach wie vor auf Rang 8. Neues Spiel, und hoffentlich neues Glück. Denn am 18.1.2021 treten wir bei Spitzenreiter HSV an. Und dann auswärts!

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Zahlen & Daten

VfL Osnabrück- Würzburger Kickers 2:3 (0:1)

VfL Osnabrück: P. Kühn, K. Engel (79. M. Multhaup), K. Wolze, T. Beermann, S. Kerk, N. Schmidt (84. M.Trapp) , D. Blacha (75. U. Taffertshofer), L. Reis (79. Heider), L. Gugganig, E. Amenyido (75. Ihorst), C. Santos.

Würzburger Kickers: H. Bonmann, H. Hansen, A. Feick, R.Feltschner, C. Strohdiek, P.Sontheimer (85. Dietz), D. Kopacz (90. Douglas), N. Toko (58.Meisel), D. Hägele, D. Baumann (58. Ronstadt), Pieringer.

Schiedsrichter: Thorben Siewer (Drolshagen)

Tore:

1:0 S. Kerk (41. Minute)

1:1 Pieringer (66. Minute)

1:2 Pieringer (75. Minute)

1:3 Kopacz (79. Minute)

2:3 L. Ihorst (85.Minute)

Gelbe Karten:

  1. Santos
  2. Wolze

Die aktuelle Tabelle (Grafik aktualisiert sich fortlaufend)

Titelfoto: Kevin Wolze kann das verlorene Spiel gegen Tabellenschlusslicht Würzburg offenbar nicht fassen, Foto: imago images / foto2press

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Hermann Schmidt
Hermann Schmidt beobachtet den Fußball an der Hase von der Elbe aus. In Hamburg war der gebürtige Hesse lange Zeit als Verlagsmanager tätig. Zwanzig Jahre lang hat er selbst gespielt, in der Jugend als Stürmer und danach als Vorstopper in seiner Heimat und beim BFC Südring (Berlin). Schmidt ist Autor zahlreicher Fußballbücher und Biografien. Die Buchveröffentlichungen „Legenden des FC St. Pauli“ und „Männer trinken kein Fanta“ sind im Jahr 2020 erschienen. Zu seinen Lieblingsclubs gehören neben dem VfL auch Holstein Kiel, der FC St. Pauli und der 1.FC Köln.

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