Das Bistum Osnabrück plant seinen diesjährigen Haushalt in Einnahmen und Ausgaben mit rund 184,1 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahresplan sind das nach Angaben von Finanzdirektor Joachim Schnieders rund 8,2 Millionen Euro mehr.

Der Haushalt könne allerdings nur durch eine Rücklagenentnahme in Höhe von 3,7 Millionen Euro ausgeglichen werden, sagte Schnieders bei der Vorstellung des Haushaltplanes am heutigen Mittwoch (16. Januar) in Osnabrück. Aufgrund der derzeitigen positiven Wirtschaftslage geht Schnieders auch in diesem Jahr von einem positiven Kirchensteueraufkommen aus.

Kirchensteuer eine wichtige Einnahmequelle



Insgesamt 84,2 Prozent seiner Einnahmen erhält das Bistum durch die Kirchensteuer. Der größte Teil der Haushaltsmittel für dieses Jahr geht mit rund 58 Millionen Euro oder knapp einem Drittel der Gesamtausgaben an die 218 Kirchengemeinden, zum Beispiel für die Seelsorge, für Personal oder für Investitionen. Die Schlüsselzuweisungen für die Kirchengemeinden wurden pauschal um mehr als drei Prozent angehoben.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich „Caritas, soziale Dienste“, der 34,2 Millionen Euro erhält. Dazu gehören unter anderem die Zuschüsse des Bistums für die Kindertagesstätten (17 Millionen Euro), die Caritasverbände (9,2 Millionen Euro) und die Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatungsstellen (3 Millionen Euro). In den Bereich „Bildung, Kunst, Medien“ investiert das Bistum rund 27,7 Millionen Euro. Der Großteil davon, nämlich 21,6 Millionen Euro, fließt in die katholischen Schulen.

Rückgang der Einnahmen erwartet

Trotz des positiven Kirchensteueraufkommens aufgrund der guten Wirtschaftslage in Deutschland muss das Bistum laut Schnieders langfristig aber mit einem Rückgang des Steueraufkommens rechnen. Grund dafür seien rückläufige Taufzahlen, erhöhte Sternbezahlen und „deutlich erhöhte Kirchenaustrittszahlen“.

In einem Faltblatt unter dem Titel „Einblick – Kirchensteuer 2019“ hat das Bistum wieder Informationen über die Verwendung der Kirchensteuer zusammengestellt. Der Flyer ist in den Kirchengemeinden erhältlich, außerdem in der Finanzabteilung des Bischöflichen Generalvikariates, Hasestraße 40 a, 49074 Osnabrück, Tel. 0541 318-171, E-Mail: finanzenundbau@bistum-os.de

Internet: www.bistum-osnabrueck.de/finanzen