Osnabrück Berufswege neu gestalten - Berufliches Mobilitätsmanagement erzielt positive Effekte

Berufswege neu gestalten – Berufliches Mobilitätsmanagement erzielt positive Effekte

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Seit vergangenem Jahr (2018) bearbeitet die Stadt Osnabrück im Rahmen des Projekts MOBILE ZUKUNFT das Themenfeld Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM). Ziel ist es, die Berufswege der Mitarbeiter effizienter, umweltverträglicher und gesünder zu gestalten. Insbesondere durch den Ausbau der Dienstradflotte sowie die Elektrifizierung des Fuhrparks konnten bereits erste positive Effekte erzielt werden.

„Wenn es um den Mobilitätswandel der Stadt geht, müssen und wollen auch wir als Arbeitgeber unseren Beitrag leisten und als Vorbild vorangehen“, so Stadtbaurat Frank Otte. Seit 2018 baue die Stadt entsprechend ihr BMM aus. Die Agenda für die Umsetzung eines ganzheitlichen BMM umfasst unter anderem die Handlungsfelder Radverkehr, ÖPNV, Parkraum-/Parkplatzmanagement sowie Dienstreisen, -fahrten und -wege. Es würden vielfältige Mobilitätsangebote gefördert, die gleichermaßen effizient, umwelt- und sozialverträglich sind. „Nur so können wir von nachhaltigen Effekten ausgehen“, erklärt Birgit Rademacher, Masterplanmanagerin 100 % Klimaschutz der Stadt Osnabrück.

Pedelecs als Alternative

Insbesondere das Handlungsfeld Radverkehr spiele im Rahmen des städtischen BMM aktuell eine wichtige Rolle. Mit dem Auf- und Ausbau der Dienstradflotte auf inzwischen 27 Pedelecs und Fahrräder, zu denen in den nächsten Wochen neun Pedelecs und vier Fahrräder hinzukommen, wurden in einem ersten Schritt bereits positive Effekte erzielt. „Wir stellen fest: Die Mitarbeiter nutzen verstärkt Pedelecs und lassen dafür das Auto stehen“, sagt Astrid Weritz, BMM-Verantwortliche der Stadt. Im zweiten Halbjahr 2019 sollen ergänzend der Auf- und Ausbau von Radabstellanlagen für die Beschäftigten an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet realisiert werden. Auch die Installation einer entsprechenden Ladeinfrastruktur – auch für das Laden privater Pedelecs – sei in Planung. Die Umsetzung des Modells „Jobrad“ kommt hingegen für die Stadt Osnabrück weiterhin nicht infrage: „Tarifliche und gesetzliche Regelungen stehen dem Vorhaben leider entgegen“, so Weritz.

Elektrifizierung des Fuhrparks

Bearbeitet werde aktuell auch die Umrüstung des städtischen Fuhrparks durch die Beschaffung rund 20 weiterer Elektrofahrzeuge: „Für die Umrüstung und Ergänzung der städtischen Flotte werben wir Fördermittel ein“, erläutert Weritz. Die zum Betrieb notwendige Ladeinfrastruktur werde zentral und fachbereichsübergreifend mitgedacht und geplant. Die BMM-Verantwortliche betont weiterhin: „Ein weiteres Ziel ist derzeit die Einrichtung eines Ladeangebots für die Mitarbeiter, die ihr privates Auto während der Arbeitszeit laden möchten.“

Synergien durch Zusammenarbeit

Anfangs wurde das Aufgabenfeld BMM aufseiten der Stadt in Ansätzen von verschiedenen Bereichen bearbeitet. Seit 2018 werde das Themenfeld ganzheitlich im gemeinsamen Projekt von Stadt und Stadtwerken Osnabrück MOBILE ZUKUNFT weiterentwickelt. Für den Zeitraum von drei Jahren wurde dazu eine Vollzeitstelle eingerichtet. „Die Einbindung in das Projekt ist wichtig, da sich auf diese Weise viele Synergien ergeben“, erklärt Weritz. Auch Nicklas Monte, BMM-Verantwortlicher der Stadtwerke Osnabrück, sieht Synergieeffekte: „Der Austausch von Ideen und Erfahrungen ist für beide Seiten ein Gewinn.“ Seit Längerem unterstützen die Stadtwerke beispielsweise die Nutzung von Fahrrädern und Pedelecs vielseitig und wurden Ende 2017 für Ihr Engagement durch den ADFC als fahrradfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet.

Mitarbeitermotivation als Treiber

Für den Erfolg des BMM sei insbesondere die Kommunikation mit den Mitarbeitern von zentraler Bedeutung. „Weil unsere Mitarbeiter wesentliche Multiplikatoren sind, ist ihre Motivation natürlich besonders wichtig“, erläutert Weritz. Daher sei auch die Einrichtung eines nutzerfreundlichen Informationspools samt Buchungsplattform im Intranet ein entscheidender Schritt gewesen. Um die Motivation der Mitarbeiter hoch zu halten, müssten die Mobilitätsangebote stets verbessert und erweitert werden. „Eine aktuelle Aufgabe ist beispielsweise die Prüfung der Ausweitung des Jobtickets“, so Weritz weiter. „Das hohe Engagement und die Motivation unserer Mitarbeiter gibt uns Schwung, die weiteren Maßnahmen anzugehen“, sagt Otte.


PM
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