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Berufliche Perspektive für Nachwuchsspieler: Agentur für Arbeit und VfL Osnabrück arbeiten Hand in Hand

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von links: Dr. Doreen Emmler (Teamleiterin Berufsberatung vor dem Erwerbsleben, Agentur für Arbeit Osnabrück), Miguel Föhrder (Pädagogischer Leiter, Trainer U12, VfL Osnabrück), Dr. Michael Welling (Geschäftsführer VfL Osnabrück), Christiane Fern (Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Osnabrück), Alexander Ukrow (Leiter Nachwuchsfußball, VfL Osnabrück), Patriz Lleshi (Berufsberater Agentur für Arbeit Osnabrück), Kathrin Seufert (Sportpsychologin Nachwuchsleistungszentrum VfL Osnabrück) und Günter Böttcher (Berufsberater Agentur für Arbeit Osnabrück). / Foto: Groenwold

Profifußballer – das ist der Traum von vielen jungen Nachwuchsspielern. Doch dieses Ziel erreichen nur die wenigsten. Unter dem Motto „Anpfiff für deine Zukunft“ soll jungen Fußballern aus dem Nachwuchsleistungszentrum frühzeitig eine Perspektive neben dem Fußball aufgezeigt werden.

„Die Berufsberatung der Arbeitsagentur soll vor allem Orientierung bieten. Es werden junge Menschen in den Schulen begleitet, um einen guten Übergang in das Arbeitsleben zu ermöglichen. Dies findet bisher vor allem am Lernort Schule statt“, erklärt Christiane Fern, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Osnabrück. Nun komme mit dem Nachwuchsleistungszentrum des VfL ein weiterer Ort hinzu. „Es gibt viele Jugendliche mit dem Traumziel, Profifußballer zu werden. Das klappt aber leider nur für die wenigsten“, erläutert Fern. Tatsächlich schaffen nur zwei bis drei Prozent der jungen Spieler den Sprung in die Profikarriere. Hier setzt die neue Kooperation mit dem VfL an.

Nur wenige Nachwuchstalente werden Profis

Der Berufsberater Patriz Lleshi kann sich derweil besonders gut in die Lage der jungen Sportler versetzen: „Ich habe selber einmal den Traum gehabt, Profi zu werden. Darum kann ich mich wahrscheinlich gut in viele Jugendliche hineinversetzen. Aber es ist auch wichtig, realistisch zu bleiben“, berichtet Lleshi. „Die Berufsberatung möchte möglichst schwellenfrei andere Perspektiven neben dem Sport aufzeigen.“ Für die Berufsberatung ist insbesondere die Spielergruppe U16, U17 und U19 interessant.

Möglichst früh über Alternativen nachdenken

Der VfL Osnabrück verspricht sich vor allem Expertise von der Kooperation mit der Agentur für Arbeit. „Wir möchten unserem Nachwuchs eine spielerzentrierte Ausbildung bieten. Die Spieler sollen natürlich mit großer Motivation ihrem Hobby nachgehen können. Allerdings ist es wichtig, ganzheitlich auszubilden, um unserer Aufgabe gerecht zu werden“, erläutert Dr. Michael Welling, Geschäftsführer des VfL Osnabrück. „Wir wollen Persönlichkeiten ausbilden, die sich mit ihrer Rolle wohlfühlen. Dazu gehört aber auch, den Jungs andere berufliche Möglichkeiten aufzuzeigen“, so Kathrin Seufert, Sportpsychologin im Nachwuchsleistungszentrum des VfL. „Die Nachwuchsspieler sollten möglichst frühzeitig über Alternativen nachdenken, und nicht erst, wenn sie ihren Abschluss haben.“

Christiane Fern und Dr. Michael Welling unterzeichnen den Kooperationsvertrag. / Foto: Groenewold
Christiane Fern und Dr. Michael Welling unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung. / Foto: Groenewold

Ein vielversprechendes Modell stelle die Teilzeitausbildung dar. Damit können die jungen Spieler zweigleisig fahren, also den Leistungssport und eine Ausbildung in der Wirtschaft verbinden. Bisher gibt es allerdings noch nicht viele Unternehmen, die dieses Modell anbieten können. „Dabei haben viele Leistungssportler Fähigkeiten, die Unternehmen in der Wirtschaft suchen. Die Jugendlichen haben gelernt, mit Druck umzugehen und viel zu leisten“, sagt Seufert.

Individuelles Coaching im Angebot

Im Rahmen der Kooperation sind verschiedene Angebote geplant. Neben verschiedenen Gruppenterminen, die so auch in der Schule angeboten werden, werden auch Sprechzeiten für die Berufsberatung eingerichtet. Diese sollen mit den Trainingszeiten koordiniert werden. Bei Bedarf wird auch ein individuelles Coaching angeboten, bei dem alle Fragen für die berufliche Entwicklung bearbeitet werden können. Das Projekt ist vorerst bis Ende 2023 befristet. Bei Erfolg soll es aber verlängert werden.

Wibke Groenewold
Wibke Groenewold ist seit dem Frühjahr 2022 im Team der Hasepost und unterstützt die Redaktion als Praktikantin.
 

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