Wie oft wird doch in Osnabrück darüber geklagt, dass es zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt. Das Studentenwerk Osnabrück versucht mit dem Bau des neuen „StudierQuartiers“, das 124 Wohnplätze schaffen soll, eine Lösung für dieses Problem liefern.

Erst Ende Februar hatte es Aufregung gegeben, als das Projekt wegen zu hoher Baukosten zeitweise auf Eis gelegt wurde.

Mit der Erhöhung der Grundförderung durch das Land um 1,29 Millionen Euro und öffentlicher Förderung durch die NBank, nimmt das Projekt nun doch Gestalt an, sodass es am Montag, kurz nach Mittag, zum offiziellen Spatenstich mit dem kommissarischen Geschäftsführer Stefan Kobilke, dem Wissenschaftsminister Björn Thümler, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, dem Präsidenten der Universität Prof. Dr. Wolfgang Lücke und der Architektin Afra Creutz kam.

Minister hofft auf Entspannung bei der Wohnungsknappheit

Für Studenten wird die Wohnungssuche immer schwieriger und bezahlbarer Wohnraum muss geschaffen werden, damit Osnabrück als Studienort weiterhin attraktiv bleibt. Allein mit dem Studienquartier ist dieses Problem zwar nicht gelöst, aber die Situation entspannt sich ein wenig, so Björn Thümler. Unter „bezahlbarem Wohnraum“ kann man sich ein Appartement mit einer Größe von knapp 25 qm² für ungefähr 320 Euro warm vorstellen. Durch die fußläufige Lage zum Campus Westerberg werden damit gerade Studenten, die dort an der Universität bzw. der Hochschule Osnabrück studieren, angesprochen.

Studentenwerk Osnabrück, Wissenschaftspark
Architektin Afra Creutz mit dem Entwurf der Fassade

Studenten ziehen 2019 ein

Die Errichtung des Studienquartiers auf dem ehemaligen Kasernengelände, dem jetzigen Wissenschaftspark, soll in ca. 1,5 Jahren abgeschlossen sein und im Sommer 2019 bezugsfertig sein. Architektin Afra Creutz bezeichnete das Studienquartier als „futuristischen Hingucker“, das aus ökologischen Baustoffen bestehen und zudem energieeffizient sein wird. Eingebettet in Grünanlagen soll Leben und Lernen eine Einheit bilden können und Gemeinschaftsräume für Begegnungen sorgen. Durch Investitionen wie diese soll den jungen Menschen gezeigt werden, dass sie wichtig für die Zukunft sind. Sie sollen sich wohlfühlen, denn nur so seien gute Leistungen erzielbar.

Das Studierquartier ist neben dem 2017 fertiggestellten Campusquartier an der Natruper Straße die inzwischen 27. Wohnanlage des Studentenwerks Osnabrücks.

Fotos: Sophie Scherler

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