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„Basislager Piesberg“ geht in die zweite Runde: 50 Programmpunkte rund um den höchsten Punkt Osnabrücks

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Mitwirkende und Förderer des „Basislager Piesberg“: (von links) Kai Stolzenberg, Imke Wedemeyer, Vera Hierholzer, Hermann Queckenstedt und Detlef Gerdts. / Foto: Jannis Brunsmann

Das „Basislager Piesberg“ geht in die zweite Runde. Vom 15. bis zum 23. August 2020 veranstalten das Piesberger Gesellschaftshaus und das Museum Industriekultur Osnabrück ein breites Kultur- und Mitmachprogramm direkt am Piesberg. 

Rund um den Piesberg wird mit dem „Basislager Piesberg“ Natur erkundet, Kultur genossen und Heimat neu entdeckt. Künstler, Wissenschaftler, Musiker, Technikexperten und Naturführer gestalten ein Programm für die gesamte Familie. „Es ist ein breites Familienprogramm aufgestellt worden“, erklärt Dr. Vera Hierholzer, Direktorin des Museum Industriekultur Osnabrück. „Besonders toll ist dabei die Einbindung der verschiedenen Akteure.“ „Das ist auch das besondere an unserem Basislager – dass alle Einrichtungen, die am Berg aktiv sind, mit in das Programm einbezogen sind“, ergänzt Imke Wedemeyer, Geschäftsführerin des Piesberger Gesellschaftshaus.

Unterstützung fürs Basislager

Das Basisjahr wurde 2019 erstmals vom Piesberger Gesellschaftshaus veranstaltet. Eine Neuerung gibt es dieses Jahr: Das Museum Industriekultur Osnabrück ist als aktiver Mitveranstalter dabei. „Für uns ist diese Zusammenarbeit und das Nachbarschaftliche etwas ganz Besonderes“, freut sich Imke Wedemeyer. „Das Basislager ist ein tolles Mittel um den Piesberg und seine Umgebung bekannter zu machen“, findet Kai Stolzenberg, Vorstand des Vereins zur Förderung des Museums Industriekultur.

Veranstaltungsort Vosslinke

Das Basislager wird zum Teil auf der sogenannten Vosslinke veranstaltet. „Die Vosslinke wurde eine lange Zeit als Steinlagerplatz der Steinindustrie verwendet“, erklärt Imke Wedemeyer. „Aber seit einigen Jahren wird der Platz nicht mehr genutzt.“ Laut Wedemeyer gab es allerdings Diskussionen über die Weiterverwendung des Platzes. „Der Platz gehört zu 50 Prozent den Landesforsten und zu 50 Prozent den Stadtwerken – und die Landesforsten wollten den Platz ursprünglich gewinnbringend weiterverkaufen“, so die Geschäftsführerin des Piesberger Gesellschaftshauses. „Das war sehr beunruhigend und da dachten wir uns, wir müssen hier Bewegung reinkriegen. So ist dann das erste Basislager entstanden.“ Außerdem steht seit zwei Jahren der „Ideenwaggon“ – ein ozeanblauer Eisenbahnwaggon in dem neue Ideen für den Piesberg entwickelt werden – auf der Vosslinke. „Seitdem gibt es keine Probleme mehr Rund um den Platz“, berichtet Imke Wedemeyer.

Die sogenannte Vosslinke. / Foto: Jannis Brunsmann

50 Programmpunkte

Das Programm des Basislager Piesberg ist breit gefächert. Die 50 Programmpunkte setzen sich aus den Bereichen Kultur, Natur und Umwelt, Nachhaltigkeit, Kultur- und Landschaftspark Piesberg und Bewegung zusammen. Beispielsweise gibt es im Bereich Natur eine „Himmelsführung“, bei der Abends der Sternenhimmel erkundet wird. Außerdem werden verschiedene Exkursionen und Führungen angeboten. „Das Tolle an unseren Führungen ist, dass man nie weiß, was genau passieren wird“, so Imke Wedemeyer. „Der Piesberg ist jeden Tag anders und man entdeckt immer wieder etwas Neues.“ Aber auch das Thema Nachhaltigkeit rückt in den Vordergrund. „Unter anderem bietet Birgit Schad von den City Cleaners Germany – die mit ihrer Müllsammlung unsere Dauerausstellung momentan erweitert – einen Workshop zum Thema Plastik im Meer an“, berichtet Vera Hierholzer. Für körperliche Fitness wird auch gesorgt: Von Yoga auf der Aussichtsplattform des Piesbergs über Stand Up Paddling auf dem Kanal bis hin zu einem Tango Schnupperkurs können Besucher sich sportlich betätigen. „Und Abends gibt es Kultur“, so Imke Wedemeyer. „Da finden Konzerte und Ähnliches hier auf dem Gelände des Piesberger Gesellschaftshauses und auf der Vosslinke statt.“ Ein besonderer Programmpunkt sind auch die Pendelfahrten zum Basislager Piesberg mit einer historischen Diesellok.

Corona-freundliches Programm

Das Programm findet größtenteils Draußen statt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist auch ein Hygiene-Konzept entwickelt worden. „Es gibt für jeden Programmpunkt eine Teilnehmerbegrenzung und wir werden darauf achten, dass alle aktuellen Corona-Regelungen eingehalten werden“, versichert Vera Hierholzer. „Das heißt aber auch, dass man schnell sein muss, denn einige Programmpunkte sind sehr beliebt – da ist die maximale Anzahl an Teilnehmern schnell gefüllt.“

Ein abgegebenes Ideen-Modell. /Foto: Jannis Brunsmann

Ideen für den Piesberg

Momentan findet außerdem eine weitere Aktion rund um den Piesberg statt. Das Museum Industriekultur veranstaltet einen Ideenwettbewerb für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. „Die Kinder können Modelle basteln und diese im Rahmen unseres Projekts „Abenteuer Berg“ bis Ende September bei uns abgeben“, erklärt Vera Hierholzer. „Die Modelle werden dann im Herbst ausgestellt.“ Aber auch Erwachsene können sich mit der Zukunft des Berges auseinandersetzen. „Erwachsene können aufschreiben, was für sie der Piesberg bedeutet – und was sie sich in der Zukunft für den Ort wünschen würden.“ Die Zettel werden zusammen mit den Modellen ausgestellt.

Jannis Brunsmann
Jannis Brunsmann studiert Medienkommunikation (Journalismus und PR) und unterstützt die Redaktion im Rahmen eines Praktikums.
 

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