Die Bäume sind weg, nun gibt es einen kahlen Streifen zwischen dem Natruper Holz und dem Zaun, der rund um das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus und jetzige Flüchtlingshaus gezogen ist.

„Warum mussten diese Bäume gefällt werden“, fragte unsere Redaktion ein Leser in der vergangenen Woche.

Osnabrücker Service Betrieb fällte im Auftrag der Landesregierung

Auf Nachfrage erklärte Katrin Hofmann, Pressesprecherin des Osnabrücker Service Betriebs (OSB), dass die Fällarbeiten durch die Stadt ausgeführt wurden, der Auftraggeber aber die Landesaufnahmebehörde (LAB) gewesen sei, da zur Waldseite ein neuer Zaun gesetzt werden soll.
Umzäunt ist das ehemalige Bundeswehrgelände, das seinerzeit von Feldjägern und privaten Sicherheitsdiensten rund um die Uhr und nach NATO-Standards bewacht wurde, auch heute noch mit einem mehr als zwei Meter hohen Zaun.
Oberhalb des Maschendrahts sind drei Reihen Stacheldraht gespannt. Doch offenbar entspricht die alte Zaunanlage nicht mehr den Ansprüchen der Landesaufnahmebehörde – die zwischenzeitlich gewachsenen Bäume ragten zu weit in das Gelände der Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge.

Bäume Natruper Holz, gefällt
Zwischen dem Natruper Holz und dem Zaun ist nun Platz…

Für die Landesaufnahmebehörde erklärt Hannah Buschmann auf Nachfrage: „Die Bäume werden gefällt, da sie zum Teil zu auf die Liegenschaft ragen und über unsere Dächer eine potentielle Gefahr darstellen.  Diese Bäume verursachen auch Probleme bei der Entwässerung der Dächer“-

Bundeswehrzaun wurde schon mehrfach aufgeschnitten

Auch soll der bisherige Zaun schon mehrfach aufgeschnitten worden sein, so die Pressesprecherin der Landesbehörde: „Bei den Baumaßnahmen handelt es sich um die Erneuerung der Zaunanlage, einem alten Maschendrahtzaun, der bereits mehrfach und immer wieder aufgeschnitten wurde, um sich dort unbefugt Zutritt zu verschaffen. Durch die neue Zaunanlage soll vermieden werden, dass sich unbefugte Personen weiter Zutritt zur Liegenschaft verschaffen, da die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen eine Fürsorgepflicht gegenüber den Bewohnern hat“.

Flüchtlinge sollen nicht eingesperrt werden

Bedenken, die neuen Sicherungsanlagen könnten Teil einer verschärften Kontrolle der Flüchtlinge sein, tritt Hannah Buschmann entgegen: „Die Bewohner der Unterkunft können selbstverständlich zu jeder Tages- und Nachtzeit die Einrichtung über die Wache betreten und verlassen.“ Die Fällaktion der vergangenen Tage dient demnach ausschließlich der notwendigen Erneuerung: „Da sich von Seiten des städtischen Grundstücks an mehreren Stellen Sträucher und Bäume in dem alten Zaun verwachsen haben, muss vor der Erneuerung der Zaunanlage zunächst dieser vorhandene Wildwuchs beseitigt werden“.

Bäume Natruper Holz
Kein schattiger Platz mehr, der zum Ausruhen einlädt.

Was die Fällarbeiten und der neue Zaun kosten werden, dazu konnte die zuständige Behörde keine Auskunft geben, hierüber führt das staatliche Baumanagement Osnabrück-Emsland die Bücher.

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