# Außenhandelsverband: Zollstreit USA-China bedroht globalen Handel Datum: 12.04.2025 08:33 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://www.hasepost.de/aussenhandelsverband-zollstreit-usa-china-bedroht-globalen-handel-587594/ --- Der eskalierende Zollstreit zwischen den USA und China bereitet dem deutschen Außenhandelsverband erhebliche Sorgen. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbands Deutscher Außenhandel (BGA), warnte in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vor den weltweiten Auswirkungen dieser Auseinandersetzung und betonte die Notwendigkeit eines wirksamen Regelwerks für den Welthandel, insbesondere durch die WTO. ## Weltweite Handelsströme betroffen Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbands Deutscher Außenhandel (BGA), äußerte sich besorgt über die weltweiten Folgen des Zollstreits zwischen den USA und China. „Diese Zollspirale hat Auswirkungen auf Waren- und Handelsströme weltweit. Diese Disruption schadet allen“, sagte er gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Jandura hob hervor, dass ein wirksames Regelwerk für den Welthandel, insbesondere die WTO, in Fällen wie diesem dringend gebraucht werde. „Ziel muss es sein, den Konflikt zwischen den USA und China in geordnete Bahnen zu lenken und mittelfristig zu beenden.“ ### Europäische Produzenten unter Druck Der BGA-Präsident warnte vor den schmerzhaften Auswirkungen für alle Beteiligten. Er geht davon aus, dass ein Teil der Überproduktion aus China nach Europa gelangen könnte. „Wenn die Händler dort ihre Ware unbedingt abverkaufen wollen und sie daher die europäischen Preise unterbieten, profitieren zunächst die Endverbraucher von niedrigeren Preisen. Längerfristig aber schadet dies natürlich europäischen Produzenten“, erklärte Jandura weiter. Mögliche Subventionen und ihre Folgen Sollten die niedrigen Preise auf staatliche Subventionen zurückzuführen sein, müsse die EU das Gespräch mit China suchen und idealerweise eine gemeinsame Lösung finden, so Jandura. „Bei einer Gefährdung des einheimischen Marktes sind aber Gegenmaßnahmen der EU natürlich nicht ausgeschlossen, Handelskontingente und Gegenzölle sind hier möglich.“ ### EU-Instrumente im Einsatz Er betonte, dass bei einer „massiven, unvorhersehbaren Importwelle“, die zu „gravierenden Wettbewerbsverzerrungen“ führt, die EU eingreifen müsse, insbesondere wenn Dumping oder unerlaubte Subventionen eine Rolle spielten. Jandura sagte: „In solchen Fällen wäre es sinnvoll, vorübergehend Beschränkungen für diese Importe zu erlassen, um nachhaltigen Schaden zu vermeiden und der europäischen Wirtschaft den nötigen Anpassungszeitraum zu verschaffen.“ Der EU stünden bereits Instrumente zur Verfügung, um solche Situationen zu prüfen und zu reagieren, bevor ein dauerhafter Schaden entstehe. Quelle: Mit Material der dts Nachrichtenagentur. ✨ durch KI bearbeitet, 12. April 2025 08:33. --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück