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Ausschuss berät über Ausweitung der Schülerbeförderung

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Künftig werden wohl noch mehr Schülerinnen und Schüler kostenlos mit dem Bus durch den Landkreis zur Schule fahren können. Dies soll auch für Kinder gelten, die Schulen in benachbarten Landkreisen oder in Nordrhein-Westfalen besuchen. Das haben die beiden Fraktionsvorsitzenden Martin Bäumer (CDU) und Thomas Rehme (SPD) bekanntgegeben.

Die Schülerbeförderungssatzung des Landkreises legt – im Wesentlichen auf der Basis von Entfernungsgrenzen – fest, wer Anspruch auf eine kostenlose Schülerbeförderung hat. Schülerinnen und Schüler sind von der kostenlosen Beförderung ausgeschlossen, wenn sie nicht die nächstgelegene Schule der gewählten Schulform besuchen. Nun will die Politik die Idee der Kreisverwaltung aufgreifen, so dass künftig auch weiter entfernte Schulen kostenlos mit bestehenden Buslinien der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) angefahren werden können. Davon würden Kinder aus dem Landkreis profitieren, die beispielsweise das Gymnasium Leoninum in Handrup besuchen.

Beratung im Bildungsausschuss

Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport wird auf der Sitzung am 4. Juni diesen Änderungsvorschlag beraten, der auf der Kreistagssitzung am 1. Juli beschlossen werden und zum kommenden Schuljahr in Kraft treten könnte.
Zuletzt hatten laufende Gerichtsverfahren den Landkreis daran gehindert, Schülerinnen und Schülern ein Ticket auszustellen, wenn diese eine Schule in Nordrhein-Westfalen besuchen. Dabei ging es um die Frage, ob Kinder aus Niedersachsen überhaupt im benachbarten Bundesland ihre Schulpflicht erfüllen können.


Inzwischen liegt ein Urteil des Verwaltungsgerichts Osnabrück vor. Die darin enthaltenen Anforderungen an einen Schulbesuch in Nordrhein-Westfalen werden dadurch erfüllt, wenn die Eltern von der Niedersächsischen Landesschulbehörde auf Antrag entsprechende Bescheinigungen erhalten, die sie beim Landkreis Osnabrück vorlegen müssen, um den Bus wieder kostenlos nutzen zu können. Die Kreisverwaltung bereitet derzeit Formulare und Hinweise vor, die demnächst über die Internetseite oder in den jeweiligen Schulen erhältlich sein werden.


Auch Landrat zeigt sich zufrieden

Mit den Vorschlägen zeigte sich neben den Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU auch Landrat Michael Lübbersmann zufrieden: „Von diesen geplanten Änderungen und dem im vergangenen Jahr eingeführten ‚LandkreisTicket Schüler‘ profitieren zahlreiche Schülerinnen und Schüler. Ich freue mich, dass wir nach intensiven Diskussionen einen Weg gefunden haben, den Schülern wieder einen Zugang zu der von ihnen gewünschten Schule – auch in Nordrhein-Westfalen – zu ermöglichen. Das ist ein weiterer Beitrag des Landkreises zu einer Bildungsgerechtigkeit unabhängig vom Einkommen der Eltern.“

Das „LandkreisTicket Schüler“, das im nächsten Schuljahr 24,30 Euro monatlich kostet, können Oberstufenschüler und Sek 1-Schüler, die aufgrund von Kilometergrenzen keinen Anspruch auf eine kostenlose Beförderung haben, für den gesamten Landkreis tagsüber nutzen.
Darüber hinaus haben alle Schüler ab Klasse 5 mit ihrer Schülerfahrkarte die Möglichkeit, außerhalb der Schulzeit im ganzen Landkreis Osnabrück mobil zu sein. Schüler, die keine Schülersammelzeitkarte bekommen haben, können mit einem speziellen VOS-Schülerausweis ebenfalls mobil sein. „Wir haben damit ein Paket auf den Weg gebracht, das einerseits viele Familien finanziell entlastet und andererseits die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs deutlich steigert“, betonten Martin Bäumer und Thomas Rehme abschließend.

PM
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