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Aus 3:1 mach 3:4: Vogelwilder VfL verliert Nordderby gegen Oldenburg

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Anzeigetafel mit 4:3 / IMAGO / Eibner

„Extrem dominant, aber auch wild und risikoreich“: So stellt sich der neue Osnabrücker Trainer Tobias Schweinsteiger das Spiel seines Teams künftig vor. Dass es so vogelwild wird wie in der seiner ersten Partie an der Seitenlinie, dürfte der Neutrainer jedoch nicht geplant haben. Die Lila-Weißen verlieren den ersten Liga-Nordklassiker gegen den VfB Oldenburg seit 22 Jahren mit 4:3.

Schweinsteiger stellte sein Team im 4-3-3-System mit Timo Beermann und Maxwell Gyamfi in der Innenverteidigung und Marc Heider als alleine Sturmspitze auf. Neu in der Startelf waren unter anderem Manuel Haas anstelle von Florian Kleinhansl und Neuzugang Noel Niemann, der gemeinsam mit „Chance“ Simakala auf den Flügeln agierte.

Keine drei Minuten bis zur ersten kalten Dusche

Nach dem Spiel wartete auf den VfL im Oldenburger Marschwegstadion eine kalte Dusche, denn die Stadt hatte das Warmwasser aufgrund der Energiekrise abgedreht. Im Spiel dauerte es für den VfL Osnabrück bis zur kalten Dusche keine drei Minuten: Oldenburgs Stürmer Max Wegner zog von der Strafraumkante ab, erwischte VfL-Keeper Philipp Kühn eiskalt und traf ins lange Ecke. Die Osnabrücker Antwort ließ in einem stets wilden Spiel nicht lange auf sich warten: Der auffällige Neuzugang Niemann ging im Sechzehner zu Boden, den fälligen Elfmeter verwandelte Simakala zum postwendenden Ausgleich (6. Spielminute).

VfL dreht die Partie

Die Partie kam in der Folge kaum zum Stillstand, nur zehn Minuten später lag die Kugel wieder im Netz, doch Heiders Treffer wurde zu Unrecht aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Wiederum zwei Minuten später dann doch die Osnabrücker Führung: Niemann leitete ein, der aufgerückte Omar Haktab Traore legte von rechts in die Mitte, Routinier Robert Tesche veredelte den sehenswerten Spielzug zur erstmaligen Osnabrücker Führung. Tatsächlich beruhigte sich die Partie im Anschluss erstmals ein wenig, die lila-weiße Führung hatte bis zur Pause Bestand.

Oldenburg kommt zurück – und wie

Umso wilder starteten die zweiten 45 Minuten: Tesche nutzte nach rund 30 Sekunden einen Schnitzer in der Oldenburger Hintermannschaft und bediente Simakala mustergültig, Osnabrücks bester Torschütze musste nur noch einschieben. Die Vorentscheidung? Mitnichten! Nur drei Minuten später konterte der Aufsteiger, nachdem Haas den Ball unglücklich auf den Fuß von Rafael Brand legte, der locker ins lange Ecke einschob – nur noch 2:3 aus Sicht der Gastgeber. Der VfB drehte nun auf und spielte den VfL in den folgenden 25 Minuten regelrecht an die Wand. Die Folge: Erst glich Leon Deichmann nach einer Ecke, bei der Kühn unter dem Ball her tauchte, zum 3:3 aus (58.), dann nutzte erneut Wegner eine der zahlreichen Räume und Gelegenheiten, um das Spiel sogar ganz zu drehen – das 4:3 in der 72. Spielminute.

Mit einem couragierten Auftritt hatten sich die Aufsteiger die Führung verdient, während der VfL vor ausverkauftem Gästerang in der zweiten Halbzeit auf ganzer Linie enttäuschte und defensiv überhaupt keinen Zugriff fand. Die einzigen Lichtblicke agierten mit Simakala und Niemann auf den Flügeln. Auch eine zögerliche Schlussoffensive brachte den Lila-Weißen am Ende nichts mehr ein. Der Derbysieg geht nach einem aus neutraler Sicht tollen Fußballspiel nach Oldenburg.

VfL auf Platz 14

Auf VfL-Coach Tobias Schweinsteiger kommt in der kommenden Woche einiges zu, um sein Team vor der Partie gegen den nächsten Aufsteiger aus Essen am Freitagabend (19 Uhr, Bremer Brücke) wieder zu stabilisieren. Aktuell stehen die Lila-Weißen mit sechs Punkten und nur einem Sieg auf Platz 14 – zwei Zähler vor einem Abstiegsrang.



Maurice Guss
Maurice Guss
Maurice Guss ist seit dem Herbst 2019, erst als Praktikant und inzwischen als fester Mitarbeiter, für die Redaktion der HASEPOST unterwegs.
 

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