Osnabrück Aufklärer in Doppelrolle — Forschungsprojekt der Universität Osnabrück vom...

Aufklärer in Doppelrolle — Forschungsprojekt der Universität Osnabrück vom Land Niedersachsen gefördert

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Das Projekt “Aufklärer in Staatsdiensten” vom Forschungszentrum “Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit” (IKFN) der Universität Osnabrück wird im Rahmen eines Forschungsprogrammes vom Land Niedersachsen gefördert.

Zwei herausragende Vertreter der nordwestdeutschen Aufklärung nimmt ein interdisziplinäres Forschungsprojekt vom Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Universität Osnabrück in den Blick: Das ab dem 1. Oktober vom Land Niedersachsen im Rahmen des Forschungsprogrammes Pro*Niedersachsen geförderte Projekt „Aufklärer in Staatsdiensten“ richtet seinen Fokus auf Justus Möser (1720-1794) und Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781).

Aufklärer in Doppelrolle

Aufgeteilt in zwei Teilprojekte mit drei Jahren Laufzeit, werden die beiden Aufklärer von Prof. Dr. Kai Bremer und Prof. Dr. Siegrid Westphal aus literatur-, beziehungsweise geschichtswissenschaftlicher Perspektive betrachtet. Zentral ist dabei die Doppelrolle als publizistisch tätige Aufklärer einerseits und als Staatsdiener beziehungsweise Staatsbeamte andererseits.

Über Justus Möser und Gotthold Ephraim Lessing

Möser, dessen 300. Geburtstag in diesem Jahr umfangreich gefeiert wird, ist als Herausgeber des Osnabrücker Intelligenzblattes und für weitere publizistische Tätigkeiten bekannt, die seine aufklärerischen Ambitionen belegen. Gleichzeitig konnte er als Inhaber verschiedener Ämter innerhalb der Regierung des Hochstifts Osnabrück Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse nehmen. Lessing war seit 1770 als Bibliothekar der herzoglichen Bibliothek und ab 1776 als Hofrat im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel mit den Erwartungen des Hofes konfrontiert und verarbeitete seine aufklärerischen Ideen literarisch und mittels publizistischer Kontroversen. Das zentrale Erkenntnisinteresse des Forschungsvorhabens richtet sich vor diesem Hintergrund auf die Frage nach dem jeweiligen aufklärerischen Handlungsspielraum in Abhängigkeit vom jeweiligen Dienstverhältnis.

Enge Verbindung zum IKFN-Projekt

Das Forschungsvorhaben steht zugleich in enger Verbindung mit dem erst jüngst eingeworbenen IKFN-Projekt „Justus Möser im Netzwerk der deutschen Aufklärung“, das seit diesem Frühjahr großzügig von der Osnabrücker Bohnenkamp-Stiftung für drei Jahre unterstützt wird.

PM
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