Osnabrück Auch die Kleinen benötigen Rücksicht - Amphibienwanderung demnächst erwartet

Auch die Kleinen benötigen Rücksicht – Amphibienwanderung demnächst erwartet

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Es wird langsam wärmer und regnerischer in Osnabrück und Region; für Amphibien beginnt damit die perfekte Zeit, um an ihre Laichplätze zurückzukehren. Der Naturschutzbund NABU ruft zu Rücksicht im Straßenverkehr auf.

Nach einer stürmischen Kältephase stehen in den kommenden Tagen niedersachsenweit wieder höhere Temperaturen und weitere Niederschläge an – ideale Bedingungen für Amphibien, um sich auf die alljährliche Wanderung zu ihren Laichplätzen zu begeben. „Spätestens am Wochenende werden die Tage und Nächte vielerorts mild und niederschlagsreich ausfallen, es kann davon ausgegangen werden, dass die Wanderungen dann noch zunehmen“, sagt Ludger Frye vom NABU Vechta.

Amphibienschutzzäune retten die Lebewesen

Entsprechend früh werden nun auch wieder zahlreiche NABU-Aktive an stark frequentierten Straßenabschnitten zum Schutz der Tiere vor dem Straßenverkehr Amphibienschutzzäune aufbauen. Diese Zäune halten Kröten und Frösche davon ab, Straßen zu überqueren. Allein in Niedersachsen sind Amphibienschützer der NABU-Gruppen an über 140 Standorten aktiv, stellen Fangzäune auf und legen bisweilen auch Ersatzlaichgewässer an. Ohne dieses vielfache, ehrenamtliche Engagement wäre es um Kröten und Frösche deutlich schlechter bestellt. Auch wenn immer mehr feste Amphibienquerungen gebaut werden, gäbe es bundesweit hunderte Stellen, an denen Naturschützer Leitzäune aufstellen. „Die anwandernden Tiere sammeln sich in Eimern, werden dann über die Straße getragen, statistisch erfasst und wieder freigelassen“, erklärt Ralf Berkhan vom NABU-Landesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik. „Zusätzliche Helfer sind stets hochwillkommen. Auch für Anfänger ist diese Tätigkeit gut geeignet, ebenso für Kinder und Jugendliche.“

Rücksicht auf wandernde Tiere nehmen

Doch nicht überall können Zäune aufgestellt werden, in manchen Bereichen mit hohem Amphibienaufkommen findet sich deswegen das Gefahrenzeichen „Amphibienwanderung“, welches davor warnt, dass Tiere die Fahrbahn überqueren. Der NABU Niedersachsen bittet darum, generell und vor allem an gekennzeichneten Abschnitten Rücksicht auf wandernde Kröten, Frösche und Molche zu nehmen. „Dazu gehört auch, sich vor allem in den Nacht- und frühen Morgenstunden vorsichtig auf den Straßen zu bewegen und die Geschwindigkeit in den gekennzeichneten Bereichen zu reduzieren“, so Berkhan. „Die wandernden Amphibien benötigen unsere Rücksicht und Hilfe. Mithelfer sind herzlich willkommen.”

PM
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