Der Fahrgastbeirat II (FGB) hat sich auf seiner Sitzung am Dienstag dieser Woche (13. November 2018) mit dem neuen Busnetz 2019 befasst, wie es der Rat Ende Oktober verabschiedet hat. Der FGB begrüßt es sehr, dass der Stadtrat zusätzliche Mittel bereitstellt, um den Entwurf von der PlaNOS und den Stadtwerken weiter zu optimieren. Vor allem wurden die neue Ringlinie, die Metrobuslinien und die Ausweitung des Tagestaktes bergrüßt.

Der FGB appelliert an die Politik, dieses erheblich verbesserte Angebot im städtischen Busverkehr verbindlich mit einer wirkungsvollen Busbeschleunigung umzusetzen. Ein neues Liniennetz und neue Elektrobusse blieben weitgehend wirkungslos, wenn die neuen Busse im neuen Netz weiterhin im Stau stünden. Busfreundliche Ampelschaltungen und an wichtigen Stellen eigene Busspuren bringen Fahrzeitgewinne für den Fahrgast und erhöhen die Attraktivität. Das ist die Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen bereit sind, den Bus zu nutzen. Eine höhere Nachfrage erhöht die Einnahmen und senkt die Betriebskosten. Denn nicht zu vergessen: Wenn Busse nicht im Stau stecken, erreichen sie schneller die Endstation und es braucht weniger Fahrzeuge. Busbeschleunigung ist also ein Gewinn auf der ganzen Linie: Für Fahrgäste, für die Verkehrsbetriebe und für die städtischen Finanzen. Und auch für die, für die das Auto unverzichtbar ist, ist jetzt mehr Platz da, weil viel mehr Menschen immer häufiger auf den Bus umsteigen.
Eine Busbeschleunigung ist nicht nur für das städtische Liniennetz ein Gewinn. Auf den Hauptachsen stehen auch die Regionalbusse im Stau. Eine Beschleunigung ist darum auch ein Zeit- und Komfortgewinn für die Pendler.