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Anteil der Frauen in Führung stagniert – IHK Osnabrück präsentiert Analyse „Frauen in Führung 2021″

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Weibliche Führungskraft (Symbolbild)

Eine neue Analyse der IHK zeigt, dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen in den Betrieben der Region Osnabrück auf vergleichsweise niedrigen Niveau stagniert.

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen in den IHK-Mitgliedsbetrieben im Bezirk Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim stagnierte zuletzt. Aktuell liegt er bei 23 % und damit nur leicht über dem Wert von vor zwei Jahren. Dies zeigt die aktuelle ihk-analyse „Frauen in Führung 2021“. Zuvor war der Anteil von knapp 19 % im Jahr 2013 über 22,2 % im Jahr 2014 auf 23,6 % im Jahr 2016 gestiegen und dann im Jahr 2019 auf 22,8 % zurückgegangen.

Bundesweiter Trend

„Diese Seitwärtsbewegung beim Anteil von Frauen in Führung ist auch bundesweit zu beobachten“, erklärte IHK-Präsident Uwe Goebel. Das belegten etwa auch Analysen der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Ein höheres Niveau könne sich nur dann ergeben, wenn deutlich mehr Eintritte von Frauen in Führungspositionen erfolgten. Die IHK habe dazu verschiedene Szenarien betrachtet. „Unsere Berechnungen zeigen, dass für eine Parität nicht nur lange Zeiträume erforderlich sind, sondern auch über einige Zeit eine umgekehrte Diskriminierung“, so Goebel. Wollte man z. B. bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 50 % Frauen in Führung erreichen, müssten ab sofort rund 96 % aller frei werdenden Führungspositionen mit Frauen besetzt werden. Dies erfordere auch einen Kulturwandel in den Unternehmen wie in der Gesellschaft insgesamt. Karriere von Frauen müssten nicht nur ermöglicht, sondern auch aktiv gefördert werden.

Unterschiede in den Branchen

„Zwischen den Branchen gibt es beim Anteil der Frauen in Führung erhebliche Unterschiede“, sagte Goebel. So ist der Anteil von Frauen in Führung im Gastgewerbe mit knapp 31 % am höchsten. Ebenfalls leicht überdurchschnittlich sind die Frauenanteile im Handel (28 %) und bei den sonstigen Dienstleistungen (23,2 %). Vergleichsweise geringe Frauenanteile weisen die Wirtschaftszweige Industrie und Verkehr auf. Hier liegen die Quoten bei 14,5 % bzw. 17 %.

Frauenanteil sinkt mit zunehmender Betriebsgröße

Der Frauenanteil sinkt nach Angaben der IHK tendenziell mit zunehmender Betriebsgröße. Am höchsten ist die Frauenquote mit 24,9 % bei den Solo-Selbstständigen, also den Unternehmen, die über keine Beschäftigten verfügen. Bei den Unternehmen mit Beschäftigten ist der Führungsfrauen-Anteil bei den Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten am höchsten (21,6 %). Am geringsten ist er in Unternehmen mit 500 bis 999 Beschäftigten. Dort beträgt er gerade einmal 8 %, hat sich aber deutlich von zuletzt 4,4 % im Jahr 2019 gesteigert.

IHK will Gründerinnen unterstützen

„Unsere IHK setzt sich dafür ein, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern“, erklärte Goebel. Ein wichtiger Ansatzpunkt dafür sei die gezielte Unterstützung von weiblichen Gründerinnen. Der Anteil der Frauen an den Existenzgründern belaufe sich immerhin auf knapp 34 %.

IHK Netzwerk „Frauen in Führung“

Daneben fördere die IHK die Vernetzung von weiblichen Führungskräften, unter anderem im Rahmen des 2012 gegründeten IHK-Netzwerks „Frauen in Führung“. Nicht zuletzt werden Schulungsangebote für weibliche Fach- und Führungskräfte weiterentwickelt und am Markt etabliert. Darüber hinaus führe die IHK seit 2014 jährlich die Aktionswoche „Frauen-Business-Tage“ durch. Diese größte Veranstaltung der Region allein für Business-Frauen wird im kommenden Jahr fortgesetzt.

Die ihk-analyse „Frauen in Führung 2021“ ist unter www.osnabrueck.ihk24.de
(Nr. 5329864) abrufbar.

PM
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