Weltweit feiern Frauen jedes Jahr am 8. März den Internationalen Frauentag. Mit Kabarett, Vortrag oder Lesung bieten Osnabrücker Frauenorganisationen und andere Institutionen auch in diesem Jahr wieder rund um den Internationalen Frauentag und Equal Pay Day eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen zu frauenspezifischen wie gesellschaftspolitischen Themenstellungen an.

Die Veranstaltungen sind in einem Flyer zusammengefasst, der im Gleichstellungsbüro der Stadt Osnabrück (Rathaus Bierstraße 28) erhältlich ist und im Internet unter www.osnabrueck.de/gleichstellungsbuero als Download zur Verfügung steht.

Kabarett und Kunst

So wird am Samstag, 9. März, um 20 Uhr in der Lagerhalle das Kabarettstück „Prokrastination“ mit Christin Henkel aufgeführt. Christin Henkel beherrscht alle Gefühle. Von außergewöhnlich komisch über gemein bis tiefbewegend. Deshalb brauchte sie auch ein neues Genre, um alle Talente und Klangfarben in einer Schublade unterzubringen. Und voilà: das Kla-Ka-Son war geboren – das klavierkabarettistische Chanson.

Auf Einladung der Gleichstellungbeauftragten von Stadt und Landkreis Osnabrück liest Julia Korbik am Donnerstag, 14. März, um 18.30 Uhr im DGB-Haus aus ihrem Buch „Stand Up. Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene“. Lässig und humorvoll erklärt sie, was das eigentlich ist, Feminismus und zeigt, wie wichtig es ist, dass wir jetzt nicht einschlafen, sondern aufwachen, damit es nicht erst in hundert Jahren Gleichberechtigung gibt, sondern ein bisschen früher.

Hintergrund des Frauentags

Entstanden ist der Internationale Frauentag in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation von Arbeiterinnen im Zuge zunehmender Industrialisierung. An Aktualität verloren hat er jedoch nichts, da Frauen in unserer Gesellschaft in vielfacher Hinsicht immer noch um eine gleichberechtigte Teilhabe ringen.

Ebenso sind gleicher Lohn für gleiche Arbeit und ein existenzsicherndes Einkommen auch im Jahr 2019 noch längst keine Selbstverständlichkeit. Mit dem Equal Pay Day am 18. März soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern immer noch 21 Prozent beträgt und Frauen bis dahin, das heißt 77 Tage im Jahr, umsonst arbeiten.