Die Lehrstellenbörse für angehende Auszubildende und Betriebe geht in die nächste Runde. Bereits zum 23. Mal veranstaltet der Radiosender ffn und die AOK Niedersachsen die Ausbildungsaktion, die im Zeitraum vom 4. März bis zum 12. April „on air“ und im Internet stattfindet. Die Schirmherrschaft übernimmt in diesem Jahr der 3-Sterne-Koch und ehemalige Leiter des Restaurants „La vie“, Thomas Bühner.

„Ich begleite die Lehrstellenbörse nun seit 15 Jahren“, berichtet Jürgen Franke, Kommissarischer Regionaldirektor der AOK im Osnabrücker Land. „In dieser Zeit hat ein starker Wandel stattgefunden. Zu Beginn gab es viele Bewerber und wenig Plätze, inzwischen hat sich das gedreht. Die Betriebe kämpfen um die besten Auszubildenden.“ Deswegen ist die Lehrstellenbörse nicht nur eine Chance für angehende Auszubildende, sondern auch für Firmen, die so besser auf sich aufmerksam machen können. Denn sie konkurrieren nicht nur untereinander, sondern inzwischen auch gegen das Studium.

Ausbildung ist der Anfang, nicht das Ende

Immer mehr junge Menschen entscheiden sich nach dem Schulabschluss für ein Studium, und nicht für eine Ausbildung. „Dabei ist die Ausbildung nicht das Ende des Berufsleben, sondern der Anfang“, betont 3-Sterne-Koch und Schirmherr Thomas Bühner. „Ich selbst habe mich damals für die Ausbildung zum Koch entschieden, obwohl sie kein sehr hohes Ansehen hatte. Doch wenn man sein Ziel mit aller Energie verfolgt, stehen einem alle Wege offen.“ Der ehemalige Leiter des „La vie“ hat das bewiesen. Er ist als nur einer von 120 Menschen weltweit mit 3 Sternen ausgezeichnet wurden und hat sich zu internationaler Bekanntschaft hochgearbeitet.

Es ist nicht immer „entweder oder“

Viele Schüler haben das Gefühl, sich zwischen Studium und Ausbildung entscheiden zu müssen, aber das muss nicht sein. „Mein Sohn hat nach seinem Abitur eine Ausbildung gemacht, und fängt zum Wintersemester sein Studium an“, erzählt Bühner. Es muss kein „Entweder oder“ sein, findet auch Jürgen Franke: „Nach der Ausbildung kann man sich entwickeln. Eine Ausbildung schafft berufliche Perspektiven.“ Viele entscheiden sich im Anschluss zum Beispiel dazu einen Meistertitel zu machen, oder zusätzlich zu studieren.


Einfache Anmeldung und schnelle „Matches“

Betriebe und Suchende können sich ganz einfach unter www.lehrstellenboerse.ffn.de anmelden und durch die Datenbank schnuppern. Sie können die Ergebnisse dabei zum Beispiel nach Postleitzahl oder Berufsgruppe filtern. Bereits jetzt finden sich auf der Website mehr als 1.000 Lehrstellen und Praktikumsplätze und es werden noch mehr. 2018 wurden insgesamt 8.089 Stellen von über 3.000 Unternehmen aus der Region angeboten. Wer bei seiner Suche fündig geworden ist, kann sich direkt bei den Betrieben bewerben und sich vorstellen. Als kleiner Ansporn wird zwischen allen Anmeldungen ein Fitnesstracker von Fitbit verlost. Die Lehrstellenbörse ist zwar das ganze Jahr online verfügbar, allerdings werden im Aktionszeitraum bis zum 12. April bei ffn täglich Firmenporträts und Ausbildungsberufe vorgestellt. So gibt es hoffentlich wieder viele „Matches“ zwischen Betrieben und ihren angehenden Auszubildenden.

Foto: Vielleicht eine Ausbildung als Koch? Neele Oetken (ffn), Thomas Bühner (Koch), Jürgen Franke (Regionaldirektor AOK im Osnabrücker Land) und Rebekka Hoffmann (Pressesprecherin AOK im Osnabrücker Land) schwingen schon mal den Löffel