Am Donnerstagmorgen, dem 26. Juli, kam es um 9.20 Uhr am Schlosswall zu einem schweren Unfall: Ein Fahrradfahrer wurde von einem Auto erfasst und dabei lebensgefährlich verletzt. Vermutlich auf Grund gesundheitlicher Probleme verlor der 87-jährige Fahrer die Kontrolle über seinen Mercedes und erfasste daraufhin einen Radfahrer, der sich auf dem rechten Fahrradweg befand.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Osnabrück prallte der 71-jährige Radfahrer dabei zunächst auf die Motorhaube, dann mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe. Nach einigen Metern wurde er schließlich auf den Gehweg geschleudert. Der Mercedes-Fahrer geriet daraufhin auf die andere Fahrbahn und berührte zwei andere Autos, bevor er dann auf einer Grünfläche zum Stehen kam. Sowohl der Auto- wie auch der lebensgefährlich verletze Radfahrer wurden mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Dem Unfallverursacher wurde eine Blutprobe entnommen, um die Fahrtüchtigkeit festzustellen.

Protected Bike Lane auch am Schlosswall?



Ein tragischer Unfall, findet auch der ADFC. Der fordert nun mehr geschützte Radwege. Am Schlosswall könnte man perfekt die Protected Bike Lane weiterführen, die sich gerade am Heger-Tor-Wall im Bau befindet, führt der ADFC an. Der Platz dafür sei da, wenn man die vorhandenen Parkstreifen in separierte, durch Poller geschützte Radwege umwandle. Schon vorher hatte der ADFC die Erhöhung der Mittel für den Ausbau der Fahrradwege und Radschnellwege gefordert. Dafür seien im letzten Jahr auch vom Bundesverkehrsministerium zusätzliche Mittel in Höhe von 200 Millionen Euro versprochen worden. Geschehen sei dies aber noch nicht. Dabei sei gerade der Radverkehr ein wichtiger Bestandteil  für den Verkehr der Zukunft und müsste deswegen durch Sicherheit für die Osnabrücker attraktiv gemacht werden. Bezüglich des Unfalls am Schlosswall will der ADFC aber von keinen Schuldzuweisungen sprechen, wenn vorübergehende gesundheitliche Probleme die Ursache waren.