
Radfahrerinnen und Radfahrer in Osnabrück müssen ab dem 1. Februar tiefer in die Tasche greifen. In der Radstation am Hauptbahnhof steigen erstmals seit der Eröffnung vor knapp drei Jahren die Preise: Das Tagesticket kostet künftig 1 Euro statt bisher 90 Cent, das Monatsticket erhöht sich von 9 auf 10 Euro. Als Grund wurden in der letzten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses die gestiegenen Personal- und Energiekosten genannt, die den Betrieb der Radstation verteuern.
Kostenlose Alternative im Blick
Der Fokus richtet sich zudem auf kostenlose Angebote. Gefordert werden zusätzliche frei zugängliche Fahrradstellplätze außerhalb der Radstation. Erste neue Abstellmöglichkeiten gibt es bereits in der Bruchstraße, die nach Angaben der Stadtverwaltung gut genutzt werden. Aufgrund der positiven Resonanz sind weitere kostenlose Stellplätze geplant.

Wildparken sorgt für Ärger
Während über Preise und neue Angebote diskutiert wird, sorgt ein anderes Thema für zunehmenden Unmut: wild abgestellte Fahrräder, insbesondere entlang des neuen Radboulevards. Stadtbaurat Thimo Weitemeier kritisiert, dass Räder dort häufig ungeordnet abgestellt werden und Wege blockieren.
Stadt setzt auf Aufklärung – vorerst
Zunächst will die Stadt deshalb auf Aufklärung setzen. Geplant sind Papphinweisschilder, die direkt an falsch abgestellte Fahrräder gehängt werden. Ziel ist es, das Wildparken unattraktiver zu machen und Radfahrer zum Umparken zu bewegen. Sollte das nicht ausreichen, könnten auch verkehrsbehördliche Maßnahmen folgen – also das Entfernen der Räder.
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