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BMW-Chef Zipse erwartet Neuordnung der globalen Autoindustrie

BMW-Chef Oliver Zipse rechnet kurz vor der IAA Mobility in München mit einer Neuordnung der globalen Autoindustrie und treibt eine umfassende Modelloffensive voran. Am 5. September stellt der Konzern den elektrischen iX3 als erstes Modell der Neuen Klasse vor, in den kommenden Jahren sollen alle 57 Modelle modernisiert werden. Branchenexperten sehen darin Chancen, warnen aber vor erheblichen Risiken.

Neuordnung der Autoindustrie und BMWs Neue Klasse

BMW-Chef Oliver Zipse erwartet eine grundlegende Verschiebung in der Branche. „Es wird eine Auslese geben in unserer Industrie“, sagte Zipse dem „Spiegel“. Das sei ein Grund, warum sich BMW vor fünf Jahren entschieden habe, seine Modellpalette mit der sogenannten Neuen Klasse von Grund auf zu erneuern.

BMW stellt den elektrischen iX3, das erste Modell der Neuen Klasse, am 5. September der Öffentlichkeit vor. In den kommenden Jahren sollen alle Modelle des Konzerns – derzeit sind es 57 – modernisiert werden. „In der bewährten Logik dieser Industrie ist es eigentlich undenkbar, buchstäblich `all in` zu gehen“, sagte Zipse dem „Spiegel“.

In der Branche könne man „sich keine Fehler leisten“, sagte Zipse dem „Spiegel“. Man habe sich jedoch im Jahr 2020 gefragt, was mit dem Rest der Produkte passiere, wenn man wie ursprünglich geplant nur zwei Zukunftsmodelle als Neue Klasse konzipiert: „Sind das dann die alten BMWs“, so Zipse dem „Spiegel“. Die Frage habe nur eine Antwort zugelassen: „Wir bringen die Technologien in unser komplettes Portfolio und machen innerhalb kurzer Zeit quasi jedes Modell neu“, sagte Zipse dem „Spiegel“. Auf das SUV iX3 soll im kommenden Jahr die 3er-Limousine folgen.

Von der aktuellen Schwäche des US-Elektroautopioniers Tesla zeigt sich Zipse nicht überrascht. „Das war eine Frage der Zeit“, sagte der BMW-Chef dem „Spiegel“. Der Kippmoment, wenn Teslas Architektur an ihre Grenzen komme, habe sich angebahnt, sagte der BMW-Chef.

Experten sehen Chancen und Risiken

Branchenexperten räumen BMW Chancen ein, mit der Neuen Klasse verlorenen Boden gutzumachen. Direktor des Forschungsinstituts Center of Automotive Management Stefan Bratzel sagte dem „Spiegel“: „Jetzt versucht das Management mit der Neuen Klasse einen Quantensprung.“

Er warnte jedoch, für einen eher kleinen Hersteller wie BMW sei es „enorm wichtig, dass eine solche Milliardeninvestition nicht in die Hose geht“, dem „Spiegel“. Die entscheidende Frage werde sein, zu welchen Kosten die deutschen Konzerne ihre Innovationen anbieten könnten. „Wenn Xiaomi Vergleichbares zum halben Preis bietet, wird es schwierig“, so Bratzel dem „Spiegel“. 2027 will der chinesische Smartphone-Riese seine Autos nach Europa bringen.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet
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Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.
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