Die Theatersanierung versprach bei dieser Ratssitzung zum ganz großen Thema zu werden. 80 Millionen Euro stehen als Baukosten im Raum, doch weder ein „Plan B“ liegt zur Entscheidung vor, noch ist geklärt, wo denn überhaupt das Geld herkommen soll.

Mit einer für diesen Dienstag von der Verwaltung geplanten Entscheidung, hätten die Ratsfraktionen die Planungen – vor allem aber auch die Suche der Verwaltung nach Fördergeldern aus Hannover und Berlin – auf den Weg bringen sollen.



Doch bereits bei vorbereitenden Ausschusssitzungen zeigte sich: Eine große und parteiübergreifende Einheit wird es im Rat der Stadt nicht geben. Mit dem zu erwartenden Veto der FDP-Fraktion drohte gar ein Riss durch die fragile Regenbogenfraktion zu gehen, und auch die Einheit innerhalb der Zählgemeinschaft von CDU und BOB schien bedroht.

Fraktionen entschieden hinter verschlossenen Türen

Mit einer reichlichen Verspätung von 15 Minuten begann die Ratssitzung, vermutlich wurde bis zuletzt hinter den Kulissen im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss (VA) gerungen.
Bürgermeister Burkhard Jasper ließ dann zu Beginn der Sitzung die Bombe platzen: „Der Tagesordnungspunkt zur Theatersanierung wird vertagt“. Erst bei der Sitzung Mitte März soll das Thema wieder auf die Agenda kommen.

Überregionale Bedeutung des Theaters im Fokus

Bürgermeister Jasper erklärte zur Verschiebung des Tagesordnungspunktes, es haben sich noch „offene Fragen“ ergeben, die in den kommenden Wochen geklärt werden sollen. Auch soll für die Entschlussvorlage die „überregionale Bedeutung des Theaters stärker herausgestellt werden“ – womöglich um das Osnabrücker Theater für die überregionalen Fördertöpfe attraktiver dastehen zu lassen.