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OSCE -

OSZE-Präsident weist Kritik an Ungarn-Wahlbeobachtung entschieden zurück

von Hasepost Redaktion 2. April 2026

Der Präsident der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Pere Joan Pons Sampietro, hat Kritik von EU-Abgeordneten an der Zusammensetzung der Wahlbeobachtungsmission in Ungarn zurückgewiesen. In einem Schreiben an die Unterzeichner eines Protestbriefes betont er sein Vertrauen in die Verantwortlichen der Mission und das zuständige Sekretariat und warnt zugleich vor öffentlicher Diffamierung von Mitarbeitenden.

OSZE-Präsident verteidigt Wahlbeobachtungsmission

Die Wahlbeobachtungsmission in Ungarn umfasst nach Angaben des Präsidenten mehr als 100 Parlamentarier. In einem Brief an die Unterzeichner eines Protestschreibens, über den der „Spiegel“ berichtet, erklärt Pere Joan Pons Sampietro, die Mission stehe unter Leitung zweier von ihm ernannter politischer Verantwortlicher. In sie und in das Sekretariat habe er „volles Vertrauen“. Maßstab für die Arbeit sei der Code of Conduct, bislang sehe das Sekretariat weder Vertrauensverlust noch Kodexbruch.
Hintergrund ist ein Schreiben von 56 EU-Abgeordneten, die den Abzug einer OSZE-Mitarbeiterin fordern. Medienberichten zufolge soll sie früher als Dolmetscherin für das russische Außenministerium gearbeitet und für den russischen Präsidenten Wladimir Putin übersetzt haben. In seinem Schreiben warnt Pons vor „öffentlicher Diffamierung“ und spricht von gezielten Angriffen auf Mitarbeitende, „vor allem auf Frauen“.

Kritik aus dem Europäischen Parlament

Der EU-Abgeordnete Daniel Freund (Grüne) kritisiert die Antwort des OSZE-Präsidenten als ausweichend. Zivilgesellschaft und Opposition verweigerten Treffen, solange eine „Putin-Vertraute“ Teil der Mission sei, erklärt Freund. Unter diesen Umständen könne Wahlbeobachtung seiner Ansicht nach nicht funktionieren.

Weiteres Vorgehen und Wahltermin

Pons lädt zu einer formalen Befassung mit dem Vorgang am 26. und 27. April in Kopenhagen ein. In Ungarn wird am 12. April gewählt.

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2. April 2026 0 Kommentare
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Schwefelsäure-Austritt stört Bahnverkehr in Herford

Schwefelsäure-Austritt stört Bahnverkehr in Herford

von Redaktion Hasepost Videonews 2. April 2026


Am Bahnhof Herford ist es zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem Schwefelsäure aus einem Güterzug austrat.

Die Deutsche Bahn hatte die Oberleitung in dem betroffenen Bereich geerdet, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Laut einem Sprecher der Feuerwehr treten aktuell keine Gase oder Dämpfe mehr aus. Der Güterzug, der in Richtung Bielefeld unterwegs war, wurde in Herford gestoppt, nachdem Bahnmitarbeiter den Austritt einer Flüssigkeit bemerkt hatten. Der Bahnverkehr rund um den Bahnhof Herford ist stark beeinträchtigt. Sowohl Busse als auch Bahnen fuhren nicht, was zu Sperrungen mehrerer Strecken führte.

Bahnverkehr zwischen Bielefeld und Löhne komplett gestört

Betroffen waren die Linien RE6, RE70, RE78, RE61 und RB71. Zwischen Bielefeld und Löhne wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet worden. Die Verspätungen werden voraussichtlich bis in die Nacht andauern. Die Bahn leitet den Fernverkehr um, was zu längeren Fahrzeiten von etwa einer Stunde für ICEs und ICs führt. Im Regionalverkehr werden Ersatzbusse eingesetzt.

Schwefelsäure-Unfall löst Großalarm in Herford aus

Reisende werden aufgefordert, sich vor Fahrtantritt online über mögliche Ausfälle zu informieren. Schwefelsäure ist eine stark ätzende Chemikalie, die Haut und Schleimhäute reizen und schädigen kann. Sie wird vor allem in der Düngemittelproduktion und zur Herstellung anderer Mineralsäuren verwendet. Konzentrierte Schwefelsäure kann bereits in kleinen Mengen erhebliche Schäden verursachen.

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2. April 2026 0 Kommentare
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Klinikum Osnabrück

Patientenfürsprecher am Klinikum Osnabrück im Einsatz: Vermittler zwischen Patient, Angehörigen und Klinikalltag

von Hasepost 2. April 2026

Dr. Sigrid Pees-Ulsmann und Dr. Bernhard Schürhaus sind Patientenfürsprecher am Klinikum Osnabrück. Ihre Rolle als Mediator zwischen Patienten, Angehörigen und Klinikpersonal ist nicht immer leicht, aber sie kommt gut an – auf allen Seiten. Ein Blick hinter die Kulissen.

Mediziner in Rente arbeiten als ehrenamtliche Fürsprecher

Sigrid Pees-Ulsmann und Bernhard Schürhaus waren viele Jahrzehnte praktizierende Ärzte in jeweils eigener Praxis. Mittlerweile sind die beiden Mediziner im besten Rentenalter. Und dennoch beschäftigen sie sich regelmäßig mit Patienten und ärztlichen Kollegen des Osnabrücker Klinikums. Nicht als Mitarbeiter, sondern als ehrenamtliche Patientenfürsprecher. „In unserer Rolle als Mediator zwischen Patient und dem Klinikpersonal haben wir stets ein offenes Ohr – für alle Seiten. Wir hören zu, klären auf, ermuntern und vermitteln“, teilen sie mit. Dabei ist das Aufgabengebiet nicht immer ein leichtes.

Durch Berufung soll Unabhängigkeit gewährleistet werden

Zu der Funktion Patientenfürsprecher wird man berufen, somit wird die Unabhängigkeit gewährleistet. Als 2016 die niedersächsischen Krankenhäuser vom Gesetzgeber verpflichtet wurden ehrenamtliche Patientenfürsprecher in den Krankenhausalltag zu integrieren, hat man auch Sigrid Pees-Ulsmann gefragt, ob sie sich das vorstellen könne. „Das Klinikum ist jedoch so ein großes Haus. Ganz alleine wollte ich das Amt nicht innehaben“, gesteht sie. Und so teilt sie sich seit nunmehr zehn Jahren das Ehrenamt mit Bernhard Schürhaus. Als Patientenfürsprecher kontaktieren sie regelmäßig Patienten oder deren Angehörige, die während oder nach dem Klinikaufenthalt das bei der Aufnahme ausgehändigte Formular ausgefüllt und in den dafür vorgesehenen Briefkasten eingeworfen haben. „Wir handeln ausschließlich im Namen der Patienten und nehmen grundsätzlich alle Beschwerden ernst, gehen Klagen und Reklamationen immer nach“, betont Schürhaus. Und Pees-Ulsmann ergänzt: „Je schneller wir auf Beschwerden eingehen, je schneller sind sie erledigt.“

Erfahrung hilft bei Vermittlung

Sie sind zur Verschwiegenheit verpflichtet, müssen alle Sachverhalte vertraulich behandeln. Auf Einzelheiten können sie daher nicht näher eingehen. Am Häufigsten, verraten sie, handelt es sich bei den Konflikten um Kommunikationsschwierigkeiten. „Patienten oder deren Angehörige beklagen sich, dass sie sich nicht wahrgenommen fühlen oder dass aus Zeitmangel nicht vernünftig aufgeklärt wird.“ Und dann seien es noch lange Wartezeiten in der Notaufnahme, oder sprachliche Barrieren, die kritisiert werden. Sowohl Pees-Ulsmann wie auch Schürhaus hören intensiv zu, gehen all diesen Kritiken nach und führen Gespräche mit demjenigen, der die Beschwerde ausgelöst hat. „Wir hören uns immer beide Seiten an“, erklären sie. Doch gelingt diese Vermittlung immer oder gibt es auch Situationen, die kurz vor der Eskalation sind? „Es gelingt eigentlich immer. Doch bei manchen Ärzten und Angestellten muss man schon deutlich auftreten. Aber wir kennen die Materie ja ganz gut von unser Berufssituation her“, sagen sie und lachen. Die Arbeit der beiden Fürsprecher scheint aufzugehen: die von den Patientenfürsprechern bearbeiteten Fälle haben in den vergangenen Jahren abgenommen. „Im Jahr 2025 hatten wir noch zwölf wirklich bedeutsame Fälle. Die Jahre davor waren es immer um die 25.“

Transparenz und Vertrauen überaus wichtig

„Die Patientenfürsprecher leisten einen wichtigen Beitrag zu Transparenz, Vertrauen und Qualität in der Patientenversorgung. Dr. Sigrid Pees-Ulsmann und Dr. Bernhard Schürhaus vermitteln mit großer Erfahrung, Empathie und Unabhängigkeit zwischen Patienten, Angehörigen und Mitarbeitenden. Ihr Engagement hilft uns, Prozesse zu verbessern und die Perspektive unserer Patientinnen und Patienten noch stärker in den Klinikalltag einzubinden, bestätigen die Klinikums-Geschäftsführer Frans Blok und Klaus Beekmann.“

Sie weisen darauf hin, dass sie jedoch nur Kontakt zu den Patienten aufnehmen können, die das Formular nicht anonym ausgefüllt haben. „Angst vor Nachteilen beim Beschweren muss aber keiner haben“, betonen sie.

Mediziner freuen sich auf die Arbeit

Für die nächsten eineinhalb Jahre werden sie noch in ihrem Ehrenamt aktiv sein, denn ihre Arbeit als Patientenfürsprecher finden sie „total spannend“. Was ihnen besonders gefällt? „Wir können zwischenmenschlich vermitteln, Patienten helfen und sie glücklich machen. Und wir hoffen, dass Mängel im Klinikalltag abgestellt werden.“

 

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Frankfurter Börse

Dax fällt wegen Nahost-Sorgen, Energiepreise steigen deutlich

von Hasepost Redaktion 2. April 2026

Der Dax hat am Donnerstag nach einem schwächeren Handelsverlauf mit Verlusten geschlossen. Der Leitindex gab bis zum Xetra-Schluss um 0,6 Prozent auf 23.168 Punkte nach, nachdem er seine anfänglichen Einbußen im Tagesverlauf teilweise wieder aufgeholt hatte. Parallel legten Gas- und Ölpreise deutlich zu, während der Euro gegenüber dem US-Dollar nachgab.

Dax schließt im Minus, Energiewerte gefragt

Am Donnerstag wurde der Dax zum Xetra-Handelsschluss mit 23.168 Punkten berechnet, was einem Minus von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss entspricht. Nach einem schwachen Start baute der Index zunächst seine Verluste aus, konnte am späten Nachmittag jedoch einen Teil davon wieder aufholen.
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, verwies auf die geopolitische Lage als wesentlichen Belastungsfaktor für den Aktienmarkt. „Die Sorge der Investoren ist, dass es über die Feiertage zu einer weiteren Eskalation im Nahen Osten kommt“, kommentierte Lipkow laut CMC Markets. Der Krieg halte weiterhin den Aktienmarkt in Schach.
„Zudem macht sich immer mehr unter den Anlegern die Befürchtung breit, dass sich die Sperrung der Straße von Hormus auch auf den Düngemittelsektor und die Halbleiterindustrie auswirken wird. Damit wären noch mehr Branchen außerhalb der klassischen Energieabhängigkeit betroffen.“ Die Investoren würden sich zunehmend risikoavers positionieren und sich auf die wenigen Krisengewinner, die Energiewerte und Börsenbetreiber fokussieren, so Lipkow laut CMC Markets.
An der Spitze der Kursliste in Frankfurt standen bis kurz vor Handelsschluss die Papiere von Deutscher Börse, Eon und der Rückversicherer Hannover Rück und Münchener Rück. Das Schlusslicht bildeten die Telekom-Aktien.

Deutlich steigende Energiepreise

Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 50 Euro und damit fünf Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund zehn bis zwölf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis stieg ebenfalls stark. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 106,70 US-Dollar, das waren 5,5 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Euro gibt gegenüber dem US-Dollar nach

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,1552 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8657 Euro zu haben.

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Adis Ahmetovic

SPD fordert rechtliche Prüfung von US-Militärbasen im Iran-Krieg

von Hasepost Redaktion 2. April 2026

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetovic, fordert eine gerichtliche Prüfung der Rolle von US-Militärbasen in Deutschland im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg. Hintergrund sind Zweifel an der völkerrechtlichen Zulässigkeit der US-Angriffe auf den Iran und mögliche rechtliche Konsequenzen für Deutschland. Ahmetovic verweist dabei auf eine ausstehende Bewertung der Bundesregierung und auf Einschränkungen europäischer Partner bei der Nutzung ihrer Infrastruktur durch das US-Militär.

Forderung nach rechtlicher Überprüfung

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Adis Ahmetovic, hat eine gerichtliche Prüfung der Rolle von US-Basen in Deutschland im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg ins Spiel gebracht. „Aus Sicht der SPD und vieler Völkerrechtler ist der Angriff auf den Iran nicht mit dem Völkerrecht vereinbar“, sagte Ahmetovic dem Nachrichtenportal „T-Online“ am Donnerstag.
„Sollte die Bundesregierung zu derselben Einschätzung gelangen, wird zu prüfen sein, ob und inwieweit die Nutzung von Standorten wie Ramstein in diesem Zusammenhang rechtlich zulässig ist – im Zweifel auch gerichtlich“, erklärte Ahmetovic gegenüber „T-Online“. Eine völkerrechtliche Bewertung durch die Bundesregierung steht noch aus.

Bedeutung der US-Stützpunkte in Deutschland

US-Basen in Deutschland wie die Luftwaffenstützpunkte in Ramstein und Spangdahlem spielen Experten zufolge eine wichtige Rolle für die US-Luftoperationen gegen den Iran. Die Nutzung der Stützpunkte durch das US-Militär ist über das Nato-Truppenstatut und mehrere Zusatzabkommen geregelt.
Sollte der Iran-Krieg als völkerrechtswidrige Militäroperation eingestuft werden, die von US-Einrichtungen auf deutschem Boden unterstützt wird, gebe es Juristen zufolge auch rechtliche Risiken für Deutschland.

Einschränkungen durch europäische Partner

Der SPD-Politiker Ahmetovic lobte in diesem Zusammenhang die Maßnahmen der europäischen Verbündeten. „Richtig ist, dass mit Frankreich, Spanien und Italien zentrale europäische Partner aktuell die Nutzung ihrer Infrastruktur durch das US-Militär einschränken“, erklärte er gegenüber „T-Online“. Das unterstreiche, dass solche Fragen immer auch politisch und völkerrechtlich bewertet werden müssten.
Spanien hat dem US-Militär bereits zu Kriegsbeginn die Nutzung seines Luftraums für die Militäroperation untersagt. Frankreich, Italien und Großbritannien haben die Nutzung ihrer Militärbasen eingeschränkt.

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CDA (Archiv)

CDU-Arbeitnehmerflügel attackiert Merz-Regierung und Steuerprivilegien

von Hasepost Redaktion 2. April 2026

In der CDU wächst die Kritik am Reformkurs der Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels (CDA), Dennis Radtke, warnt vor gravierenden politischen Folgen und fordert tiefgreifende Änderungen, um Arbeitnehmer und Unternehmen strukturell zu entlasten.

CDA-Chef sieht alarmierende Stimmung im Land

Dennis Radtke
„Die geopolitischen Herausforderungen einerseits und der Handlungsdruck für Strukturreformen anderseits sind gigantisch“, sagte Radtke der „Süddeutschen Zeitung“. Umso wichtiger sei es nach seinen Worten, dass die Regierung in den nächsten Wochen „Führung und Orientierung“ anbiete.

Sorge um Arbeitnehmer und politische Stabilität

Radtke kritisiert, die bisherige Diskussion erwecke „eher den Eindruck, als seien vor allem Arbeitnehmer diejenigen, die die Hauptlast tragen sollen“. Aber genau diese hätten „aktuell besonders große Angst vor Inflation und Verlust an Lebensstandard“, so der CDA-Chef gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“.
„Wir kämpfen gerade um den Erhalt unserer Demokratie und um die Basis unseres Wohlstandes“, sagte Radtke, der auch im Europaparlament und im CDU-Bundesvorstand sitzt, der „Süddeutschen Zeitung“. „Diesen Kampf wird man mit Aufforderungen zu Mehrarbeit und einseitigen Zumutungen für Beschäftigte nicht gewinnen können.“ Die Stimmung müsse bis zu den Landtagswahlen im Osten Deutschlands im September „eine andere sein, sonst droht der politische Gau“, warnte Radtke in der „Süddeutschen Zeitung“.


„Heilige Kühe“ und Steuerregelungen im Fokus

Radtke fordert seine Partei laut „Süddeutscher Zeitung“ auf, es sich beim Umgang mit den anstehenden Reformen nicht zu einfach zu machen. „Mit Mini-Korrekturen werden wir keine Mammut-Aufgaben schultern können“, sagte er. Um auch kurzfristig strukturelle Entlastungen für Arbeitnehmer und Unternehmen „generieren zu können, wird meine Partei am Schlachten heiliger Kühe nicht vorbeikommen“, so Radtke in der „Süddeutschen Zeitung“.
Als Beispiele nannte Radtke Themen wie die Abschaffung der Verschonungsbedarfsprüfung bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer sowie die Tonnagesteuer für Reedereien. In Deutschland würden jährlich 400 Milliarden Euro durch Erbschaften oder Schenkungen den Besitzer wechseln – nur gut ein Viertel davon werde steuerlich berücksichtigt, sagte Radtke der „Süddeutschen Zeitung“. Das liege auch an der Verschonungsbedarfsprüfung, die eigentlich den Erhalt von Betrieben sichern solle, in der Praxis aber „oft riesige Vermögen vor einer fairen steuerlichen Beteiligung“ schütze.
„Bei der Tonnagesteuer haben wir ein ähnlich verrücktes Bild“, sagte Radtke der „Süddeutschen Zeitung“. „Statt tatsächliche Gewinne zu besteuern, arbeitet man mit Pauschalen pro Tag und Nettotonnen.“ Im Ergebnis könne das dazu führen, dass „auf Milliarden-Gewinne weniger als ein Prozent an Steuern gezahlt wird“.

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Fahne von

Russland verurteilt Karnevalskünstler Tilly – Berlin empört sich

von Hasepost Redaktion 2. April 2026

Ein russisches Gericht hat den Düsseldorfer Bildhauer Jacques Tilly wegen Karnevalswagen, die den russischen Präsidenten Wladimir Putin und dessen Ukrainekrieg kritisieren, in Abwesenheit zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Das in Moskau gefällte Urteil sorgt in Berlin für scharfe Kritik über Parteigrenzen hinweg. Politiker sehen darin einen Angriff auf Kunstfreiheit, Meinungsfreiheit und im Exil lebende Kritiker des russischen Systems.

Scharfe Kritik aus dem politischen Berlin

Der Außenpolitiker Ralf Stegner (SPD) wertete das Urteil als Beleg für die Repressionen in Russland. „Das zeigt einmal mehr, dass Diktaturen Kunst und Kultur fürchten und deshalb die Meinungsfreiheit einschränken“, sagte Stegner der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Weiter betonte er mit Blick auf die Reaktionen des Kremls auf kritische Kunstwerke: „Es ist zugleich eine Mahnung, dass wir diese Freiheiten verteidigen sollten.“

Warnung an russische Exilanten

Der Linken-Bundesgeschäftsführer Janis Ehling sieht in dem Urteil ein Signal der russischen Justiz an Kritiker im In- und Ausland. Diese wolle „mit diesem Schauprozess“ offenbar klarstellen, dass sie ihre Kritiker auch im Ausland beobachtet und dann zu Hause strafrechtlich belangt. „Das ist auch eine Warnung an die vielen russischen Staatsbürger im Exil“, sagte Ehling der Zeitung „Rheinische Post“.

Forderung nach Asyl für Geflüchtete aus Russland

Ehling leitet aus dem Prozess zudem eine klare Forderung an die Bundesregierung ab. Der Prozess mache deutlich, dass die Bundesregierung allen aus Russland geflohenen Menschen Asyl gewähren müsse, um sie vor dem System Putin zu schützen, forderte der Linken-Politiker in der „Rheinischen Post“. Mit Blick auf die Reaktion Moskaus auf die Karnevalswagen von Tilly sagte er: „Wenn das System Putin so dünnhäutig auf einen Düsseldorfer Karnevalswagen reagiert, müssen die Nerven in Moskau wirklich blank liegen.“

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Raye (Archiv)

Johannes Oerding erobert mit „Hotel“ deutsche Album-Charts

von Hasepost Redaktion 2. April 2026

Johannes Oerding steht mit seinem Album "Hotel" an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Es ist das dritte Nummer-eins-Album des Singer-Songwriters nach "Konturen" und "Plan A". In den Single-Charts setzt sich Zara Larsson mit "Lush Life" an die erste Stelle. Die GfK teilte die aktuellen Platzierungen am Donnerstag mit.

„Hotel“ erreicht Platz eins der Album-Charts

Johannes Oerding führt mit „Hotel“ die offiziellen deutschen Album-Charts an. Das teilte die GfK am Donnerstag mit. Zuvor hatte der Singer-Songwriter bereits mit den Alben „Konturen“ und „Plan A“ die Spitzenposition erreicht.
Die Vorwochensieger von BTS („Arirang“) fallen auf den zweiten Platz zurück. Dahinter folgen Raye mit „This Music May Contain Hope“ auf Rang drei, BAP mit „Paar Daach spääder“ auf Rang vier und die Ärzte mit „Nach uns die Sintflut“ auf Rang fünf.

Single-Charts: Zara Larsson vor Dominic Fike und BTS

In den Single-Charts triumphiert Zara Larsson mit „Lush Life“ auf Platz eins. Dahinter liegt Dominic Fike mit „Babydoll“ auf Rang zwei. Die letztwöchigen Abräumer BTS belegen mit „Swim“ Platz drei.

Ermittlung der offiziellen deutschen Charts

Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Laut GfK decken sie 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.

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Flüchtlinge an

Asylerstanträge in Deutschland fallen im März deutlich zurück

von Hasepost Redaktion 2. April 2026

Die Zahl der erstmals in Deutschland gestellten Asylanträge ist im März 2026 deutlich gesunken. Nach aktuellen Zahlen des Bundesinnenministeriums, über die „Bild“ berichtet, wurden bundesweit 6.981 Erstanträge registriert – rund 22 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Auch im ersten Quartal insgesamt verzeichnen die Behörden einen Rückgang der Asylgesuche. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sieht darin einen Erfolg der aktuellen Migrationspolitik.

Deutlicher Rückgang bei Erstanträgen

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums, über die „Bild“ berichtet, stellten im März 2026 insgesamt 6.981 Menschen erstmals einen Asylantrag in Deutschland. Im März 2025 waren es noch 8.983 Erstanträge gewesen, was einem Rückgang von rund 22 Prozent entspricht. Im ersten Quartal 2026 wurden den Daten zufolge 21.617 Erstanträge erfasst. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag die Zahl noch bei 35.657 (minus 39 Prozent).
Bei den Erstanträgen handelt es sich um Asylgesuche von Migranten, die zuvor noch keinen entsprechenden Antrag in der Bundesrepublik gestellt hatten.

Dobrindt spricht von „Asylwende“

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertete die Entwicklung laut „Bild“ als Erfolg der aktuellen Regierungslinie. „Die Asylwende wirkt. Die Asylzahlen gehen weiter runter“, sagte Dobrindt dem Blatt. Der Minister kündigte an, die eingeschlagene Strategie beizubehalten. „Wir gehen unseren Weg von Kontrolle, Kurs und klare Kante konsequent weiter.“

Weniger illegale Einreisen und Wirkung der Grenzkontrollen

Einen starken Rückgang verzeichnen die Behörden laut „Bild“ auch bei der Zahl der Einreisen ohne Visum oder Aufenthaltstitel nach Deutschland. Die Bundespolizei stellte demnach an allen deutschen Land-, Luft- und Seegrenzen von Januar bis März 2026 genau 12.147 solcher Einreisen fest. Das ist der niedrigste Wert seit dem Corona-Jahr 2021 mit 9.653 Einreisen ohne Visum oder Aufenthaltstitel. In den Spitzenjahren 2023 und 2024 seien es jeweils knapp 20.000 Fälle gewesen.
„Saisontypisch bewegen sich die Feststellungen illegaler Migration an den deutschen Grenzen derzeit auf einem niedrigen Niveau“, heißt es in einem internen Bericht der deutschen Sicherheitsbehörden, über den die „Bild“ berichtet. Hauptgrund neben der Jahreszeit seien demnach „nachhaltig reduzierte Migrationsbewegungen“ von Personen aus den „Hauptherkunftsländern Afghanistan, Syrien, Türkei“ sowie neue „Zielländer“ wie Frankreich, Großbritannien und Skandinavien.
Seit der Verschärfung der Grenzkontrollen vor knapp elf Monaten am 7. Mai 2025 registrierte die Bundespolizei insgesamt 43.432 Einreisen ohne Visum oder Aufenthaltstitel. In 31.725 Fällen wurden die betreffenden Personen sofort zurückgewiesen, was knapp Dreiviertel (73 Prozent) aller Fälle entspricht. In 278 Fällen wurde besonders verletzlichen Personen – Alten, Kranken und Kindern – die Einreise ermöglicht.
Laut einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts (VG) Berlin sind Zurückweisungen von Asylsuchenden rechtswidrig, wenn nicht zuvor geklärt wird, welcher EU-Staat für den Asylantrag zuständig ist.

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Volksbank (Archiv)

Gute Nachricht des Tages: Volksbanken im Osnabrücker Land schreiben erneut „Sterne des Sports“ aus

von Hasepost 2. April 2026

Die aktuelle 23. Runde der „Sterne des Sports“ ist gestartet. Bis zum 30. Juni 2026 können sich gesellschaftlich engagierte Sportvereine aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück mit ihren Initiativen bewerben. Der von den Volksbanken Raiffeisenbanken gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) veranstaltete Wettbewerb freut sich über zahlreiche Bewerbungen, in denen die Vereine ihr besonderes gesellschaftliches Engagement darstellen können.

Sportvereine können sich in verschiedenen Bereichen bewerben

In der Region Osnabrück richten die Volksbanken Vereinigte Volksbank eG Bramgau Osnabrück Wittlage, Volksbank eG Bad Laer Borgloh Hilter Melle, Volksbank Düte-Ems eG und VR-Bank eG Osnabrücker Nordland die „Sterne des Sports“ gemeinsam aus und laden alle ortsansässigen Sportvereine dazu ein, sich zu bewerben. Ob in den Bereichen Bildung und Qualifikation, Gesundheit und Prävention, Klimaschutz oder Demokratieförderung – ebenso wie die tägliche Vereinsarbeit mit Mitgliedergewinnung, Digitalisierung, Ehrenamtsförderung oder Vereinsfesten: Alles, was den Sport und das Vereinsleben stärkt, trägt zum Gemeinwohl der Gesellschaft bei und hat eine Chance auf eine Auszeichnung bei den „Sternen des Sports“. Von der durch die Volksbanken im Osnabrücker Land ausgelobten lokalen Bronzeebene, über die anschließende regionale Silber-Auszeichnung in Weser-Ems bis zur Bundesebene in Gold sind zahlreiche Preise zu gewinnen. Der Gewinnerverein des „Großen Stern des Sports“ in Gold wird im Januar 2027 in Berlin ausgezeichnet und erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

„Sterne des Sports“ sollen Leistungen würdigen

Heiko Engelhard, Vorstand der Vereinigten Volksbank eG Bramgau Osnabrück Wittlage: „Die meist ehrenamtlich engagierten Vereinsmitglieder schaffen mit ihrer alltäglichen Vereinsarbeit unschätzbare Mehrwerte für ihre Mitmenschen hier bei uns in der Region Osnabrück. Mit den ‚Sternen des Sports‘ wollen wir diese Leistungen würdigen und unterstützen. Daher freuen wir uns auch in der Wettbewerbsrunde 2026 auf zahlreiche Einreichungen von gesellschaftlich engagierten Sportvereinen.“

Bewerbungsweg einfach und digital

Sportvereine können sich direkt auf den Internetseiten der Volksbanken im Osnabrücker Land oder auf der Website bewerben.

Über die “Sterne des Sports”

Die „Sterne des Sports“ sind Deutschlands bedeutendste Auszeichnung für gesellschaftlich engagierte Sportvereine. Der Wettbewerb wird seit 2004 gemeinsam vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken und Raiffeisenbanken veranstaltet. Prämiert werden Sportvereine, die mit ihrem Engagement einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten. Die Auszeichnung wird auf drei Ebenen verliehen: lokal (Bronze), regional (Silber) und bundesweit (Gold). Die Bundessiegervereine werden jährlich in Berlin geehrt; der erstplatzierte Verein erhält den mit 10.000 Euro dotierten „Großen Stern des Sports“ in Gold.

2. April 2026 0 Kommentare
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