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„40 % Baugebiet, 60 % Grünflächen“ – CDU-Osnabrück legt Konzept zur teilweisen Bebauung von “grünem Finger” in der Dodesheide vor

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CDU-Franktionschef Dr. Fritz Brickwedde erklärt die Pläne bei einem Pressegespräch. / Foto: Dieter Reinhard

Nachdem am Dienstag (8. Dezember) endlich konkrete Pläne für den Neumarkt bekannt gegeben wurden, legt die CDU-Osnabrück auch ein Konzept für die Bebauung der freien Flächen südlich der Knollstraße vor. Das Vorhaben sorgte in der vergangenen Woche für eine lokalpolitische Kontroverse.

Die CDU hat ein erstes mögliches Konzept für die Entwicklung der Flächen südlich der Knollstraße vorgelegt. Nach Vorstellung der CDU könnten ca. 40 % der Flächen, die die Stadt kaufen will, bebaut und rund 60 % Rückzugsräume für die Tier- und Pflanzenwelt werden. Die Kaltluftschneisen zur Belüftung der Innenstadt sollen dauerhaft erhalten, das Sandbachtal und weitere Flächen ökologisch aufgewertet werden. Das erklärten die Vorsitzenden der CDU und der CDU-Fraktion, Verena Kämmerling und Fritz Brickwedde sowie die Vorsitzende des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses, Anette Meyer zu Strohen.

Grünbestand erhalten

Insgesamt gehe es bei den Flächen südlich der Knollstrasse um rund 200.000 qm. Der Gehölzbestand an der Knollstrasse und die Spitze des Grundstücks Richtung Innenstadt sollen erhalten werden. So gebe es einen durchgehenden Grünbestand nördlich und südlich der Knollstrasse. Der gesamte südliche Bereich des Gebietes werde zu einer ökologisch hochwertigen Grünfläche. Vorstellbar seien artenreiches Grünland, Feuchtbiotope und eine weitere Aufforstung des Waldes an der Gartlage. Die neue Siedlung solle mit heimischen Laubgehölzen eingegrünt werden, die Vögeln Deckung und Nahrung bieten.

Mehr Artenvielfalt

Insgesamt sei es das Ziel, die Artenvielfalt deutlich zu erhöhen. Vorgeschlagen werden auch neue Wander- und Fahrradwege sowohl in Nord-Süd- als auch in West-Ost-Richtung, um das Gebiet für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar zu machen. Die Hauptkaltluftschneise liege ohnehin südlich der Fläche, die die Stadt jetzt kaufen werde. Trotzdem wolle die CDU bei 60 % der neuen Flächen auf Bebauung verzichten, damit die Kaltluft auch über diese Gebiete gut in die Innenstadt gelangen könne.

Offene Fragen

Im neuen städtischen Gebiet am Haster Weg seien noch viele Fragen im Zusammenhang mit dem VfL offen. Die CDU schlage aber schon jetzt vor, auf dieser Fläche den Sandbach, der aktuell als gerader Graben verlaufe, zu renaturieren und zukünftig mäandern zu lassen. Brickwedde: „Damit könnten dem Sandbach natürliche Uferzonen zurückgegeben werden. Auch hier sollten Flächen für Naturentwicklung und Artenvielfalt gesichert und ein Spazier- und Fahrradweg angelegt werden.“

Dialog mit Bürger

Kämmerling, die auch umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion ist: „Das sind erste Überlegungen für eine ökologische Aufwertung der Mehrzahl der Flächen. Der Flächenkauf durch die Stadt ist eine Chance für die Natur und die Menschen in Osnabrück. Wir laden alle Naturschützer ein, Vorschläge zur Konkretisierung im Sinne der Artenvielfalt zu machen. Auch die Einrichtung eines Naturschutzbeirates „Knollstraße“, der sich aus Ehrenamtlichen und Experten zusammensetzen könnte, wäre für uns denkbar.“ Ausschussvorsitzende Meyer zu Strohen: „Die Flächen südlich der Knollstrasse und am Haster Weg werden in Bebauungsplanverfahren unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger entwickelt. Die CDU-Ideen gehen in das Verfahren ebenso ein, wie alle anderen Anregungen. Wir freuen uns auf den Dialog.“

PM
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