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30 Cent pro Kilometer: BOB fordert Geld für Elterntaxis, um „Schülertransportproblem“ zu lösen

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Seit letztem Donnerstag fahren täglich wieder tausende Kinder und Jugendliche mit dem Bus zur Schule und zurück. Zu Stoßzeiten kommt es zu überfüllten Bussen und keinem Raum, um Abstandsregeln einhalten zu können. Bis dieses „Schülertransportproblem“ gelöst ist, fordert der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) Geld für Elterntaxis, Geld fürs Fahrradfahren und gleitende Arbeitszeiten für Eltern.

In einer Pressemitteilung des BOB heißt es: „Auch wenn mit der Schülerbeförderung wenig zu verdienen sei und die Stadtwerke immer wieder Personalprobleme angeben – solange in einigen Stadtwerkebussen weiterhin drangvolle Enge herrscht, solange muss dieser Corona-Hotspot auch mit unkonventionellen Mitteln gelöst werden und naturgemäß ist das Ansteckungspotential im privaten PKW oder Fahrrad relativ gering. Auch gleitende Arbeitszeiten und vermehrte ‚Heimarbeit‘ könnten helfen, den ‚Stoßverkehr‘ im ÖPNV zu entschärfen.“ Erst vor wenigen Tagen haben sich die Osnabrücker Grünen gegen mehr Elterntaxis ausgesprochen: „Wenn es nicht der Bus sein kann, ist die gesündere Alternative immer noch zu Fuß gehen oder das Fahrrad. Und wenn es wirklich das Auto sein muss, dann bitte mit Entfernung zur Schule parken, damit es nicht zu gefährlichen Situationen vor den Schulen kommt.“

Problem könnte sich nochmal verschärfen

Weiter heißt es vom BOB, der mittlerweile nicht mehr im Stadtrat vertreten ist: „Ein weiterer negativer Effekt der derzeitigen Schülerbeförderung: Auch die Abstandsregeln sind den Schülern so nicht vermittelbar, wenn in den Bussen das genaue Gegenteil von dem abläuft, was man unter sonst unter den Prophylaxe-Regeln versteht. Die Beförderungspflicht der Stadtwerke umfasst auch, dass dies unter den derzeitigen Hygienestandarts geschieht. Auch wenn nicht alle Linien betroffen sind: Im Herbst und bei schlechtem Wetter wird sich das Problem erneut verschärfen.“

Zehn Euro im Monat fürs Fahrradfahren

Da das erhöhte Infektionsrisiko in den Bussen auch die Stadt und den Landkreis Osnabrück berührt, sollte nach Ansicht des BOB auch das Modell in Peine in Erwägung gezogen werden: „Da es auch dort zum Schulstart zu Kapazitätsproblemen kam, soll es hier für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, eine befristete Pauschale von 30 Cent pro Kilometer vom Landkreis geben. Ebenso soll jeder Schüler, der in Peine seine Dauerfahrkarte abgibt und mit dem Fahrrad fährt, pro Monat eine Prämie von zehn Euro bekommen.“

Symbolfoto: Mädchen im Bus. / Quelle: City photo created by boykoimages – www.freepik.com

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