Landkreis Osnabrück 30. April und 1. Mai: Größere Zusammenkünfte weiterhin untersagt

30. April und 1. Mai: Größere Zusammenkünfte weiterhin untersagt

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Die jüngste Niedersächsische Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus stammt vom 24. April. Sie enthält erste Lockerungen – bestätigt aber zugleich kontaktbeschränkende Vorgaben. Darauf weisen Landkreis und Polizei Osnabrück insbesondere mit Blick auf mögliche Aktivitäten am 30. April und 1. Mai hin.

Nach wie vor gilt, dass physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu den Angehörigen des eigenen Haushalts gehören, auf ein Minimum reduziert werden sollen. Auch bei Zusammenkünften in der eigenen Wohnung und auf dem eigenen Grundstück sollte die Runde klein sein und nach Möglichkeit keine wechselnden Personengruppen umfassen. Dabei sollten die Anwesenden Abstandsregeln einhalten. Als Beispiele für Zusammenkünfte führt das Land Niedersachsen folgende Konstellationen an: Treffen mit den bereits ausgezogenen Kindern, mit einem engen Freund oder einer engen Freundin oder einem Ehepaar aus der Nachbarschaft. „Wenn wir es weiterhin schaffen, wie bislang diszipliniert und abgewogen Kontakte zu pflegen, wird uns nach und nach immer mehr öffentliches, soziales und wertschöpfendes Leben möglich sein“, sagt Landrätin Anna Kebschull. Daher bitte sie alle Bürger, nicht leichtsinnig zu werden. Jeder einzelne trage Verantwortung für die gesamtgesellschaftliche Lage.

Verhaltensweisen bei kleinen Zusammenkünften

Da die Anzahl von Krankheitserregern in der Raumluft steigen kann, ist regelmäßiges Lüften der Räume unabdingbar. Gerade bei schönem Wetter bietet es sich also an, sich im Garten – soweit vorhanden – aufzuhalten, wo auch das Einhalten des Sicherheitsabstandes in der Regel leichter umzusetzen ist. Sollte die Wohnung über einen Balkon verfügen, müsste auch hier sorgfältig auf den Sicherheitsabstand geachtet werden. Hier steht insbesondere der Schutz von Risikogruppen im Vordergrund, also älteren Menschen oder Personen mit chronischen Erkrankungen, bei denen das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf größer ist.

Polizeipräsenz wird erhöht

Um die Vorgaben zum Kontaktverbot auch rund um den 1. Mai gewährleisten zu können, wird es innerhalb der Polizeidirektion Osnabrück, vom Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln, flächendeckend verstärkt Kontrollen und Überprüfungen geben. “Die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen hat rund um den Maifeiertag oberste Priorität. Wir werden mit stärken Kräften vor Ort sein und falls nötig konsequent einschreiten. Besonders appellieren wir an die jungen Menschen, Partys oder Bollerwagentouren in diesem Jahr zu unterlassen,” so Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück.

Verstärkung durch Bereitschaftspolizei Niedersachsen

Die Kontrollen der örtlichen Polizei und Kommunen werden zusätzlich noch durch die Bereitschaftspolizei Niedersachsen unterstützt. Die Polizei wird zusammen mit den Kommunen verstärkt an bekannten Ausflugszielen zum Maifeiertag in den Regionen Präsenz zeigen. “Auch wenn es dem ein oder anderen schwerfällt, auf Gewohnheiten zu verzichten, setzten wir auf das Verantwortungsbewusstsein der Menschen. Es ist nun mal nicht die Zeit für Partys und Bollerwagentourismus”, so Ellermann. Die Polizei habe laut Ellermann großes Verständnis dafür, dass die Regelungen generell für die Bevölkerung tiefe Einschnitte bedeuten und lobte in diesem Zusammenhang auch die weitestgehende Einhaltung der Regeln, es gebe aber aktuell keine Alternative. Nicht nur mit Blick auf den 30. April und 1. Mai gilt: Partys jeglicher Art sind untersagt. Die einzigen Ausnahmen sind Hochzeits- und Trauerfeiern, die im engsten Kreise mit bis zu zehn Personen begangen werden dürfen. Bei Verstößen drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 400 Euro je beteiligter Person.

PM
Täglich erreichen uns dutzende Pressemitteilungen, von denen wir die auswählen, die wir für unsere Leser für relevant und interessant halten. Sofern möglich ergänzen wir die uns übermittelten Texte. Sofern nötig kürzen wir allzu werberische Aussagen, um unsere Neutralität zu wahren. Für Pressemitteilungen der Polizei gilt: diese werden bei Fahndungsaufrufen oder Täterbeschreibungen grundsätzlich nicht gekürzt.

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