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22 Fahrzeuge kontrolliert, 35 Verstöße festgestellt – Polizeidirektion Osnabrück nimmt Tiertransporte in den Blick

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Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Fahrer eines Wildschweintransports, die mit ihrem Gespann von Visbek im Kreis Vechta nach Wolfsberg im österreichischen Kärnten unterwegs waren. / Foto: Polizeidirektion Osnabrück

Bei einer Kontrollaktion an der A 33 haben Beamte der Regionalen Kontrollgruppe der Polizeidirektion Osnabrück Am gestrigen Dienstag (26. Oktober) verschärft den Vieh- und Tiertransport in den Blick genommen. Geachtet wurde insbesondere auf die Einhaltung der tierschutzrechtlichen Bestimmungen.

Insgesamt wurden 22 Fahrzeuge kontrolliert. Bilanz: 35 Verstöße wurden festgestellt, acht Verstöße richteten sich dabei gegen die tierschutzrechtlichen Bestimmungen. Fünf Weiterfahrten wurden untersagt und insgesamt 4.020 Euro wurden als Sicherheitsleistungen einbehalten.

Ohne Fahrtenschreiber, ohne Fahrerlaubnis, ohne alles

Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Fahrer eines Wildschweintransports, die mit ihrem Gespann von Visbek im Kreis Vechta nach Wolfsberg im österreichischen Kärnten unterwegs waren. Einen Fahrtenschreiber suchten die Beamten vergeblich, sodass der Fahrzeugführer keine Lenk- und Ruhezeiten nachweisen konnte. Erschwerend kam hinzu, dass für den Transport der Wildschweine keine Befähigungsnachweise der Fahrer, keine Genehmigung des Fahrzeuges für den Transport von Tieren und kein amtstierärztliches Gutachten über die Gesundheit der Tiere vorlagen. Obendrein konnte der Fahrer den Polizeibeamten auch keine passende Fahrerlaubnis vorlegen. Entsprechend musste der Beifahrer das Gespann wieder zurück nach Visbek steuern, da eine Weiterfahrt nach Österreich untersagt wurde.

Verkehrssicherheit erhöhen

Neben tierschutzrechtlichen Aspekten sowie Lenk- und Ruhezeiten wurden auch Gewicht und Maße der Transportfahrzeuge kontrolliert. Diese Überprüfungen dienen in besonderem Maße dazu, die Verkehrssicherheit auf den Straßen zu erhöhen. „Insbesondere auf den Bundesautobahnen wollen wir die Verkehrssicherheit erhöhen. Denn neben den Verstößen gegen die EU-Tiertransportverordnung haben wir täglich mit Lkw-Unfällen zu tun, die oft besonders schwere Folgen haben“, sagt Laura-Christin Brinkmann, Sprecherin der Polizeidirektion Osnabrück.

Die Schwerpunktkontrollen waren der praktische Abschluss eines zweitägigen Seminars zum Thema Tiertransporte, das die Polizei gemeinsam mit Tiermediziner Alexander Rabitsch und Iris Baumgärtner von der Animal Welfare Foundation durchgeführt hat.

Polizei Pressestelle
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