Der Karikaturist Fritz Wolf wurde am Montagabend (7. Mai) zu seinem 100. Geburtstag im Friedenssaal des Rathauses geehrt. Neben Birgit Strangmann (Bündnis 90/Die Grünen), Bürgermeisterin der Stadt Osnabrück, Marcus Wolf, Vorsitzender der Fritz-Wolf-Gesellschaft, und Rudolf Seiters, Bundesminister des Innern a.D. ehrte auch Dr. Hermann Queckenstedt den verstorbenen Karikaturisten.

2001 war Fritz Wolf im Alter von 83 Jahren gestorben, doch auch jetzt, 17 Jahre nach seinem Tod, gilt er noch als wichtigster deutscher Karikaturist der Nachkriegszeit. Birgit Strangmann bezeichnet seine mit reduziertem Federstrich karikierten politisch und gesellschaftskritischen Satiriken als „zeitlos aktuell“. Schaut man sich seine Werke an, findet man beispielsweise das heute mehr als aktuelle Thema der Asylpolitik.

Fritz Wolf hat seiner Zeit über 15.000 Karikaturen angefertigt. Hauptsächlich berühmt wurde der Künstler durch die Veröffentlichungen im Stern, aber auch in der NOZ erheiterte er die Menschen mit seinen spitzen Kommentaren. „Fritz war dabei nie verletzend“, sind sich die Redner einig.

„Ich bin ein Osnabrücker!“

Fritz Wolf bezeichnete sich stets selbst als Osnabrücker. Mit der 1973 verliehenen Justus-Möser-Medaille, der wichtigsten Ehrung der Stadt Osnabrück, schrieb ihm die Stadt eine wichtige Rolle zu. Zu Ehren des Künstlers gibt es derzeit zwei Ausstellungen – „Er war ein Osnabrücker!“ im Diözesanmuseum, in der über 100 Originale aus Privatbesitz zu sehen sind und „Nach mir das Ozonloch“ – Umweltsch(m)utz im Spiegel der Karikaturen Fritz Wolfs im Museum am Schölerberg. Die Ausstellung im Diözesanmuseum kann noch bis zum 15. Juli und die Ausstellung im Museum am Schölerberg bis zum 17. Juni besucht werden.

Überregionale Ausstellungen

Die im Juli 2003 entstandene „Fritz-Wolf-Gesellschaft“ setzt sich dafür ein, dass die Werke Wolfs auch weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich sein werden. Neben den Ausstellungen in Osnabrück gibt es derzeit auch eine Präsentation seiner Werke im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover. „Wir wollen im Anschluss die Werke von Fritz Wolf auch überregional ausstellen“, so Dr. Hermann Queckenstedt. Denn das Wirken von Fritz Wolf geht weiter über die Grenzen von Osnabrück hinaus.