In der letzten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses in diesem Jahr wurde über die noch von der vorherigen „Regenbogenkoalition“ auf den Weg gebrachte Umwandlung des Neumarkts zu einer Fußgängerzone debatiert und entschieden.
Nach der heutigen Ausschussitzung, in der gegen die Stimmen von CDU und BOB für die Umwandlung des zentralen Platzes zu einer Fußgängerzone entschieden wurde, ist der Weg offen für eine Entwidmung im Frühjahr des kommenden Jahres.

Kommt es zum Showdown vor Gericht?

Ob der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) gegen die Entscheidung klagen wird, ist noch offen. Die Rats-Neulinge hatten die Prüfung einer Klage mehrmals angekündigt, zuletzt im November.
Die Entwidmung des Neumarkts und die hochkochenden Emotionen könnten aber auch noch auf ganz anderer Ebene die Gerichte beschäftigen. Nach Informationen unserer Redaktion soll sich der auf politischer Bühne ausgetragene Konflikt zwischen den Befürwortern der Neumarkt-Fußgängerzone und ihren Gegnern inzwischen auch gegen einzelne Mitglieder von BOB richten.

77 KOMMENTARE

  1. Die potentiellen Mieter stehen Schlange. Das Center wird grandios aufgezogen. Man denke nur an den Werbefilm vor den Wahlen, in dem das „Paradies“ an den Neumarkt verlegt wurde.

  2. Es ist ein Trauerspiel. Hier wird der letzte Schritt vor dem Ersten getan, und die Folgen für die Innenstadt, den Pendler und Besucher Verkehr, abstoßend. Ich hätte mir gewünscht, das man erst die Lösungen für den Verkehr realisiert hätte, und dann.

  3. …denn sie wissen nicht was sie tun! Sie fällen einfach eine Entscheidung ohne zu wissen was mit den Bussen wird, ob der Investor kommt? Dieser sollte lt Herrn Henning bereits im November zu einer Entscheidung kommen…. und wo ist die???? Wo ist Plan B ?? Wir haben bereits in der 1. Ratssitzung angefragt und bekommen keine Antwort ?? Aber sie wollen dann einfach mal enteignen …… ohne Alternativen!!!!!! Wir bleiben dran und kann nur hoffen, dass uns viele Menschen unterstützen!

    • Ich hoffe ja darauf, dass die den Neumarkt „schließen wollenden“ Fraktionen im OS Stadtrat Druck von ihren „Partnern“ im Landkreis OS und Kreis Steinfurt bekommen. Denn die von dort kommenden 55 000 Pendler in die Stadt werden „not amused“ sein, dass ihnen der Neumarkt autotechnisch (aber nicht von den Bussen her, die die Umwelt weiter vergiften dürfen!) verschlossen wird….

    • Jessica Rennelk Bin mir jetzt nicht sicher, wie Sie den Smiley meinen. Aber nein! Ich habe vor der Wahl mehrere Diskussionen geführt, u. a. mit Herrn Henning, die jedoch nur ergeben haben, dass eben keine Lösung für das Problem vorliegt! Man denkt sich, dass es so laufen könne, wie in der Johannisstraße, verkennt dabei aber völlig, dass die Fußgänger die „Fußgängerzone“ Johannisstraße (an den Rand abgedrängt) entlang laufen, den Neumarkt aber zu Spitzenzeiten mit 7.000 Personen pro Stunde queren werden. Man „hofft“ also wohl darauf, dass die Fußgänger auf ihren Vorrang verzichten und (aus Respekt oder Angst) den Bussen im Zweifel Vorfahrt gewähren werden.
      Bei Radfahrern wird das Problem nicht kleiner sein, ich sehe keinen Radfahrer in der Johannisstraße, der sich an die vorgegebene Schrittgeschwindigkeit hält :-(.
      Hier ist auch die Stadt untätig! Habe diesbezüglich bereits mehrere Eingaben an die Stadt zur Aufwertung der Johannisstraße gemacht – bis jetzt erfolglos!

    • Jessica Rennelk Ich bin nicht pessimistisch, sondern realistisch! Nochmal: Es gibt kein Konzept! Wenn mein „jammern“ aber dazu führt, dass endlich mal eines erstellt wird, hätte ich mein Ziel erreicht!

      Ich quere täglich die Johannisstraße und erlebe am eigenen Leib, dass die das eben nicht hinbekommen!

      Wem schenken Sie denn da Ihr „großes Vertrauen“ ?

  4. Die Entscheidung den Neumarkt zur Fußgängerzone zu machen, getrieben vom Center Investor und den Leuten aus dem Stadtrat, die in einer Welt leben möchten, die nicht existiert. Völlig den Draht zur Realität verloren.

    Eine Neumarkt, der eine zu hohe Feinstaub Belastung hat, einfach zu sperren löst das Problem ja nicht. Es verlagert und verschlimmert es nur. Jetzt muss man Umwege über den Wall fahren. Mehr Kilometer = mehr Feinststaub, mehr Autos auf dem Wall = Stau = noch mehr Feinstaub.

    Aber das wollen, die das beschließen ja nicht wahr haben.
    Die denken ja, je mehr Stau es gibt, desto mehr Leute fahren Fahrrad. Dem ist aber nicht so. Die Leute fahren dann einfach eher Zuhause los und planen den Mehraufwand an Zeit einfach ein.

    Aber soweit können die Herren im Stadtrat ja nicht denken.

    • Ihre Logik ist etwas seltsam.
      Weil der Bürger nicht mitdenkt und bequem ist, ist der Stadtrat Schuld am Dilemma?
      Sie wissen ja anscheinend wie man Feinstaub verhindert -> durch weniger Auto fahren.

  5. Wenn Provinz Politiker entscheiden kommt sowas raus. Es ist keine Fußgängerzone solange am Tag 2000 Busse drüber fahren. Die SPD allein hat bei den letzten 2 Wahlen fast 10 % verloren. Das war wohl immer noch zu wenig.

  6. Zu diesem Thema muss ein Bürgerentscheid her. Das wäre Demokratie und der Bürger kann entscheiden ob er das so will oder nicht. Denn noch ist das unsere Stadt und nicht die vom Rat.

  7. Die Autos müssen einfach komplett raus aus der Stadt. Ein vernünftiges park-and-ride system und ein kostenloser ÖPNV in der Stadt würden es möglich machen. Aber das will ja niemand hören.

    • Generell keine schlechte Idee. Nur wird das nicht funktionieren. Ältere Menschen sowie Eltern mit Kinderwagen / karren würden Schwierigkeiten bekommen. Mal abgesehen davon, dass die Leute dann eher wo anders hinfahren.

    • Viele alte Menschen fahren sowieso schon mit dem Bus in die Stadt da sie gar kein Auto zur Verfügung haben. Wenn der ÖPNV mehr genutzt wird ist er natürlich auch enger getaktet. Das heißt wenn zu viele Menschen mit Kinderwagen und so weiter mitfahren möchten können Sie einfach auch einen Bus später nehmen, da sie ja in kurzen Abständen fahren. Warum die Leute dann woanders hinfahren sollten? Die Argumentation kann ich gerade nicht ganz verstehen.

      Eine weitere Idee wäre die City Maut. Davon ließe sich der ÖPNV kostenlos anbieten. So dass keiner mehr mit dem Auto in die Stadt fahren muss und dann kann man das sehr wohl bezahlen. Die Frage nach dem wollen stellt sich mir nicht, da wir langfristig keine anderen Alternativen haben!

    • Ich bin mal täglich mit dem Bus zur Arbeit in die Stadt gefahren und wieder nach Hause. Ende des Tages, müde und kaputt, dann noch Kind und haushalt, lange Arme vom Einkäufe schleppen. Ich, nie wider, dann fahre ich eben nicht mehr nach Osnabrück

    • Jan Wichmann Soweit die Theorie! In der Praxis ist eine kürzere Taktung in weiten Teilen gar nicht möglich. Es fehlen entsprechende Busse und auch Fahrer!
      Eine Aufstockung erforderte ebenfalls zu hohe Investitionen.

      Und eine City-Maut könnte zwar vielleicht auch Geld in die Kassen spülen, könnte aber auch so negative Auswirkungen haben, dass die Gewerbesteuereinnahmen drastisch sinken.
      Für einen „kostenlosen“ ÖPNV würden sie aber niemals reichen, oder denken Sie hier tatsächlich an einen Jahresbetrag von 500 € ?

    • Michael Brackmann,
      in London gibt es eine Tages Maut von 11 bis 13 € In London ist der Verkehr dadurch 30% zurückgegangen. Wenn man von den übriggebliebenen 70% des Verkehrs die maut in den ÖPNV investieren würde. Dan könnte man davon eine neue Straßenbahn bauen
      Die Straßenbahn hätte auch den Vorteil dass sie zu 90% von Bund bezuschusst wird. Das wäre schon sehr attraktiv für Osnabrück.

  8. A 1 Dicht A 30Dicht A 33 wird auch bald dicht sein Neumarkt dicht..Wall Stau . Wer will da eigendlich überhaupt noch von ausserhalb in Osnabrück arbeiten ? Passt mal auf die Ampelschaltung wird noch verschlimmert und auf den Hauptstrassen gibts neue Baustellen.Die Busse ignorieren auch alles und fahren wie sie wollen…Sollen sie doch den Neumarkt auch tot für Busse mache..Am besten nur noch Hauptbahnhof..dann geht da wenigstens auch nix mehr und für die Pendeler würde ich noch die Parkhausdauerkarten abschaffen..Sollen sie doch 15 Euro pro Arbeitstag zahlen und endlich auf den Bus umsteigen..Achja wer dann von ausserhalb kommt kommt auch ohne stau regelmässig zu spät weil die Bahn ja auch nicht pünktlich ist.Zum Glück betrifft es mich aktuell nicht..Achja wenn es zur Stosszeit mal einen Unfall gibt ist jetzt schon alles richtig dicht..wie wird es erst wenn der Neumarkt dicht ist und gleichzeitig die von der Autobahn durch die stadt fahren weil diese ja ab nächstes ja fast täglich dicht sein wird

  9. Osnabrück hat dann wohl die einzige Fußgängerzone Deutschlands, in der auch tausende Busse (täglich!) fahren!

    Dann sollte man auch die Freiheit haben, und die Busse durch die Große Strasse leiten. Ich mein, das ist auch eine Fußgängerzone!? Mit Haltestelle direkt am Kamp bitte!

    • Tomás Freres Guter Punkt! In Osna wollen die ja auch wieder eine Strassenbahn einführen (hat man hier afaik in den 70ern rausgeschmissen). Andererseits ist Karlsruhe auch fast doppelt so groß (Einwohnerzahl), Strassenbahnen brauchen keinen Diesel (== weniger/keine direkte Emissionen) sind üblicherweise schmaler und fahren auf einer definierten Strecke (Gleise).
      Aber komm mich mal besuchen, ich zeig dir mal den Neumarkt, dann verstehst du das Debakel 🙂

    • Dustin Hoffmann JaJa und in Bremen auch! Meinen Sie im Ernst, dass das vergleichbar wäre?
      Meines Wissens sind dort trotz erheblich größerer Plätze erheblich weniger Busse/Straßenbahnen auf der Strecke und die jeweiligen Randbereiche werden zudem von erheblich weniger Passanten frequentiert!

    • Ich denke schon im Schnitt kommt alle 2min eine Straßenbahn(eine Richtung). Zusätzlich ist der Alexanderplatz per Bus, U-,S- und Reginalbahn angebunden. Durch Fernsehturm und 3 Einkaufszentren ist er denke ich gut besucht.

  10. Sowohl der Wall als auch alle Strassen innerhalb des Walls sollten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren gesperrt werden. Das würde Osnabrück und seinen Bewohnern sehr helfen.

  11. Och nee jetzt reicht es aber. Man konnte endlich wieder halbwegs vernünftig durch die Stadt fahren – das wird aber wohl überschätzt. Warum können die nicht einfach mal alles lassen wie es ist? Und der Depp, der meinte, man würde – zu Zeiten der Neumarkt-Sperrung – nur 5 Minuten länger brauchen hat anscheinend nicht freitags nachmittags um 3 versucht vom Berliner Platz zum stadthaus zu kommen. Gibt’s denn nichts wichtigeres als die Verursachung von Verkehrschaos?

  12. Ich lauf dann einfach immer gemütlich vor den Bussen her. Fußgänger haben ja Vorrang in einer Fußgängerzone 🙂
    Mal gucken wieviele das auch so machen und wie schnell die Idioten in der Stadtverwaltung das dann rückgängig machen wenn die hundertfach verklagt werden.

    • Versuchen Sie das heute mal in der Johannisstraße!
      Von hundert Bussen hält vielleicht einer und gibt Ihnen bei „angezeigtem Querungswillen“ den Vorrang!
      Meist können die gar nicht gefahrlos rechtzeitig halten, weil viele mit Tempo 20 – 30 km/h unterwegs sind!

    • Michael Brackmann was schon echt witzig ist, da die Johannisstraße in dem Kopfstein Bereich offiziell auch eine Fußgängerzone ist. D.h. man darf theoretisch die ganze Zeit über auf der „Straße“ laufen.

    • Christopher Martin Zur Zeit ist an der Johanniskirche ja ein kleiner Weihnachtsmarkt. Vor dem Kinderkarussel ist eine Absperrung, deren Ende mit einem Baum geschmückt ist!
      „Spring“ da mal hinter dem Baum auf die Straße!

      Laut StVO müssen die Busse so langsam fahren, dass sie jederzeit anhalten können, sollte ein Fußgänger auf die Straße treten!

      Stattdessen wird man durch „hupen“ oder „klingeln“ eingeschüchtert! Tolle Aussichten für den Neumarkt!
      (Wobei ich ausdrücklich den Busfahrern nicht die Schuld geben möchte!)

  13. Mi…mimi….mimi..mi..mimimimimi..
    ..fününü..nü..fününününü
    Heult leise bitte, danke.
    Die ganzen “experten“ hier sind der hammer wohl alle den falschen Beruf gelernt, wa?

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